Aktualisiert 15.12.2010 12:11

SonderabgabeFrankreich führt Web-Steuer ein

Frankreich will ab 2011 mit einer eigenen Steuer von den riesigen Umsätzen des Internets profitieren. Unternehmen mit Sitz in Frankreich sollen künftig für ihre Onlineeinnahmen bezahlen.

Der Steuersatz beträgt ein Prozent und wird auf den Nettobetrag fällig.

Dies beschloss eine Kommission aus Parlament und Senat am Dienstag in Paris. Die Abgabe wird «Google-Steuer» genannt, weil sie ursprünglich direkt den Suchmaschinen-Riesen und seine Mitbewerber treffen sollte.

Die Kommission erarbeitet zurzeit ein Kompromisspaket für den Staatshaushalt 2011, der von beiden Kammern des Parlaments bereits gebilligt wurde. Nach erheblichen Änderungen am Entwurf erarbeiten nun Vertreter von Senat und Nationalversammlung einen Kompromiss, der dann nur noch formal angenommen werden muss.

Dass der neue Gesetzesartikel wieder gekippt wird, gilt als unwahrscheinlich. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy hatte bereits Anfang des Jahres eine Sonderabgabe für Google sowie für dessen Konkurrenten gefordert. (sda)

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