Aktualisiert 18.05.2008 10:12

Frankreich hebt Red-Bull-Verbot auf

Der österreichische Energydrink Red Bull, der in Frankreich aus gesundheitspolitischen Gründen seit Jahren verboten ist, darf nun auch in dem Land vermarktet werden.

Wie es am Samstag aus dem Pariser Finanzministerium hiess, haben Wirtschaftsministerin Christine Lagarde und der Gründer der Salzburger Firma, Dietrich Mateschitz, am Freitag ein entsprechendes Abkommen unterzeichnet.

Im Gegenzug für diese «unmittelbare Verkaufsgenehmigung» hat sich die Firma verpflichtet, eine Klage gegen den französischen Staat zurückzunehmen, mit der Red Bull das Verkaufsverbot der französischen Sanitätsbehörden angefochten hatte.

Die französische Gesundheitsbehörde hatte die Vermarktung des Kraftgetränks im Jahr 1996 verboten, weil das darin enthaltene Taurin von der französischen Nahrungsmittelbehörde als gefährlicher Stoff eingestuft wurde.

«Es gab niemals Beweiselemente für die Toxizität dieses Getränks», betonte nun das Wirtschaftsministerium und erinnerte weiter daran, dass Red Bull in 25 von 27 Ländern der EU verkauft wird.

Der Red-Bull-Konzern gehört zu 49 Prozent Firmengründer Dietrich Mateschitz, weitere 49 Prozent halten der thailändische Geschäftsmann Chaleo Yovidhya und zwei Prozent dessen Sohn Chalerm. Red Bull beschäftigte per Ende vergangenen Jahres 4613 Mitarbeiter in 144 Ländern.

(sda)

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