Krieg in Syrien: Frankreich untersucht Proben auf Giftgas
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Krieg in SyrienFrankreich untersucht Proben auf Giftgas

Zwei Journalisten der Zeitung «Le Monde» haben aus Syrien Proben von möglichen Chemiewaffen nach Frankreich mitgebracht. Die Regierung will sich diese nun näher ansehen.

von
rey

Die französische Regierung ist bereit, von zwei Journalisten mitgebrachte Proben auf Spuren von möglicherweise im syrischen Bürgerkrieg eingesetzten Chemiewaffen zu untersuchen. Ein ranghoher Regierungsvertreter bestätigte den Erhalt von Proben von zwei Reporter der Zeitung «Le Monde».

Seinen Angaben vom Dienstagmorgen zufolge hat Frankreich ähnlich wie Grossbritannien und die USA bereits eigene Proben analysiert, doch hätten diese nur «Indizien, aber keine eindeutigen Beweise» erbracht.

Hinweise verdichten sich

Die beiden «Le Monde«-Reporter hatten am Montag berichtet, dass die syrische Armee bei ihrem Kampf gegen Rebellen regelmässig Chemiewaffen einsetze. Demnach wurden sie in einem Vorort der Hauptstadt Damaskus «mehrere Tage in Folge» Zeugen des Einsatzes. Auch ein Journalist von «Le Temps» wurde Zeuge davon.

Das Gas werde jedoch nur «punktuell» eingesetzt, um zu vermeiden, dass es sich grossflächig verteile und damit klare Beweise vorlägen. Der französische Aussenminister Laurent Fabius sagte daraufhin, dass sich die Hinweise auf einen Chemiewaffeneinsatz verdichteten.

Die syrische Führung in Damaskus weist die Vorwürfe bislang von sich. Sie beschuldigt ihrerseits die Rebellen, sich chemischer Waffen zu bedienen. Der Bitte der UNO, eine Untersuchung durch unabhängige Experten zuzulassen, kam Damaskus bislang jedoch nicht nach. (rey/sda)

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