Ausgangssperre für 46 Mio. Menschen: Frankreich vermeldet über 41’000 Corona-Neuinfektionen
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Ausgangssperre für 46 Mio. MenschenFrankreich vermeldet über 41’000 Corona-Neuinfektionen

Frankreich hat mit 41’622 Neuinfektionen innerhalb eines Tages einen neuen Rekord gemeldet. «Die Situation ist ernst», sagte Frankreichs Premier Jean Castex.

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Frankreich dehnte am 22. Oktober die nächtliche Ausgangssperre auf rund zwei Drittel der Einwohnerinnen und Einwohner des Landes aus. 

Frankreich dehnte am 22. Oktober die nächtliche Ausgangssperre auf rund zwei Drittel der Einwohnerinnen und Einwohner des Landes aus.

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Insgesamt seien ab Samstag 46 Millionen Menschen davon betroffen.

Insgesamt seien ab Samstag 46 Millionen Menschen davon betroffen.

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Das Gesundheitsministerium des Landes meldete mit 41’622 Neuinfektionen die höchste bislang verzeichnete Zahl an einem Tag. 

Das Gesundheitsministerium des Landes meldete mit 41’622 Neuinfektionen die höchste bislang verzeichnete Zahl an einem Tag.

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Das Coronavirus breitet sich in Frankreich weiter stark aus. Das Gesundheitsministerium des Landes meldete am Donnerstag mit 41’622 Neuinfektionen die höchste bislang verzeichnete Zahl an einem Tag. Damit sind insgesamt 999’043 Fälle bekannt. Die Zahl der Todesfälle steigt um 162 auf 34’210.

Stunden zuvor hatte die Regierung Frankreichs die nächtliche Ausgangssperre auf rund zwei Drittel der Einwohnerinnen und Einwohner des Landes ausgedehnt. Insgesamt seien ab Samstag 46 Millionen Menschen davon betroffen, sagte Frankreichs Premier Jean Castex am Donnerstag. Die Ausgangssperre gelte dann in 54 Départements und dem französischen Überseegebiet Französisch-Polynesien. «Die Situation ist ernst, sie ist ernst in Europa, sie ist ernst in Frankreich», warnte Castex und drohte zugleich mit noch schärferen Massnahmen. Der Monat November werde hart.

Tracing-App soll ein «Schweizer Taschenmesser» gegen Covid-19 sein

In Frankreich leben knapp 67 Millionen Menschen. Bisher gilt bereits eine nächtliche Ausgangssperre im Grossraum Paris und acht weiteren Metropolen. Ohne triftigen Grund dürfen sich Menschen dort seit dem Wochenende zwischen 21 Uhr abends und 6 Uhr morgens nicht auf der Strasse aufhalten. Es sei noch zu früh, um die Auswirkungen der Ausgangssperre dort zu bewerten, sagte Castex. Neu gilt die nächtliche Ausgangssperre nun etwa im Département Bas-Rhin mit der Elsass-Metropole Strassburg oder auf Korsika. Ausserdem ist fast die gesamte Mittelmeerküste betroffen.

«Wenn es uns nicht gemeinsam gelingt, die Epidemie einzudämmen, müssen wir härtere Massnahmen ergreifen», sagte Castex. Es sei noch Zeit, das zu verhindern – aber die Zeit werde knapp.

Frankreich stellte am Donnerstag auch seine neue Anti-Corona-App «TousAntiCovid» vor. Die Vorgängerversion «StopCovid» war ein Flop. Die neue App solle nun ein «digitales Schweizer Taschenmesser» im Kampf gegen Corona sein, sagte der Staatssekretär für Digitales, Cédric O.

Zahl der Todesfälle steigt

Besonders die Lage auf den Intensivstationen bereitet grosse Sorge – gerade in der Hauptstadt Paris sind immer mehr Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt. Auch die Zahl der täglich gemeldeten Todesfälle steigt an. Nach Angaben der Regierung haben sich in den vergangenen sieben Tagen 251 Menschen pro 100’000 Einwohner mit dem Coronavirus infiziert.

Seit dem Wochenende gilt erneut der Gesundheitsnotstand, mit dem die Regierung weitgehende Beschränkungen per Dekret durchsetzen kann.

(SDA)

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