Aktualisiert 27.09.2004 10:43

Frankreich will über US-Rückzug aus Irak reden

Die von Washington geplante internationale Irak-Konferenz muss nach Ansicht der französischen Regierung über den Abzug der USA und ihrer Verbündeten aus Irak beraten.

Die Frage des Abzugs müsse «auf der Tagesordnung stehen», sagte der Pariser Aussenminister Michel Barnier am Montag dem Radiosender France Inter.

In Irak herrsche derzeit «Chaos» und «allgemeine Unsicherheit», fügte Barnier hinzu. Die Frage des Abzugs der ausländischen Truppen stelle sich von selbst. Es müsse gelingen, einen Ausweg aus der «Spirale der Gewalt» zu finden.

US-Aussenminister Colin Powell hatte am Wochenende angekündigt, dass Washington im Oktober eine internationale Irak-Konferenz organisieren werde.

Als Schirmherr für die Konferenz kommt nach den Worten Barniers ausschliesslich die UNO in Frage. «Der einzig mögliche Ort ist New York, die Vereinten Nationen», sagte der französische Aussenminister.

Bei der Konferenz müssten sowohl die benachbarten Staaten als auch alle politischen Kräfte Iraks «einschliesslich derjenigen, die sich für den bewaffneten Widerstand entschieden haben», vertreten sein. Powell hatte angedeutet, dass die Konferenz in Jordaniens Hauptstadt Amman oder Ägyptens Hauptstadt Kairo stattfinden könnte.

(sda)

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