Zehntägige Isolation - Frankreichs Premier Castex mit Coronavirus infiziert
Publiziert

Zehntägige IsolationFrankreichs Premier Castex mit Coronavirus infiziert

Nach einem Besuch in Belgien wurde der französische Premierminister Jean Castex positiv auf das Coronavirus getestet. Er und sein belgischer Amtskollege sind nun in Quarantäne.

1 / 3
Befindet sich nun in Selbstisolation: der französische Premierminister Jean Castex in Brüssel. (22. November 2021)

Befindet sich nun in Selbstisolation: der französische Premierminister Jean Castex in Brüssel. (22. November 2021)

Hans Lucas via AFP/Valeria Mongelli
Sein belgischer Amtskollege Alexander De Croo (links) hat sich ebenfalls in Quarantäne begeben.

Sein belgischer Amtskollege Alexander De Croo (links) hat sich ebenfalls in Quarantäne begeben.

Hans Lucas via AFP/Valeria Mongelli/Hans Lucas
An dem Treffen in Brüssel nahmen mehrere Personen teil.

An dem Treffen in Brüssel nahmen mehrere Personen teil.

Hans Lucas via AFP/Valeria Mongelli/Hans Lucas

Darum gehts

Frankreichs Premierminister Jean Castex hat sich nach einem positiven Corona-Test in Quarantäne begeben. Die Agenda des Premiers werde so angepasst, dass er seine Aktivitäten während seiner zehntägigen Isolation fortsetzen könne, teilte sein Büro der Nachrichtenagentur AFP am Montagabend mit. Castex hatte am Vormittag seinen belgischen Amtskollegen Alexander De Croo in Brüssel getroffen. Dieser begab sich ebenfalls in Selbstisolation.

Der 56-jährige Premierminister erfuhr laut seinem Büro nach seiner Rückkehr aus Brüssel am Montagnachmittag, dass ein Corona-Test bei seiner elfjährigen Tochter positiv ausgefallen war. Er habe daraufhin «sofort einen PCR-Test gemacht, der positiv ausfiel».

Den Besuch in Brüssel am Vormittag hatte Castex gemeinsam mit mehreren französischen Regierungsmitgliedern absolviert, darunter Innenminister Gérald Darmanin und Europa-Staatssekretär Clément Beaune. Belgiens Regierungschef De Croo begab sich angesichts seines Kontakts mit Castex in Quarantäne, wie die Regierung in Brüssel am Montagabend mitteilte. Am Dienstagmorgen werde De Croo einen PCR-Test machen.

Doppelt geimpft

Vier weitere belgische Regierungsmitglieder, die ebenfalls an dem Treffen mit Castex teilgenommen hatten, würden sich bis zum Vorliegen eines PCR-Testergebnisses ebenfalls isolieren, hiess es weiter. Unter ihnen seien die Ministerinnen für Äusseres sowie Verteidigung, Sophie Wilmès und Ludivine Dedonder.

Es ist das erste Mal seit Beginn der Pandemie, dass ein Corona-Test bei Castex positiv ausfiel. Der Premierminister hatte im Frühling seine zweite Corona-Impfdosis erhalten.

In Frankreich waren in der Vergangenheit schon mehrere ranghohe Politiker positiv auf das Coronavirus getestet worden, darunter im Dezember 2020 Präsident Emmanuel Macron. Damals musste sich ebenfalls Belgiens Regierungschef De Croo in Quarantäne begeben, der Macron kurz zuvor getroffen hatte. Auch Frankreichs Wirtschaftsminister Bruno Le Maire und Kulturministerin Roselyne Bachelot waren schon mit dem Coronavirus infiziert.

Zahlen in Frankreich steigen wieder

Wie in vielen anderen europäischen Staaten steigt auch in Frankreich die Zahl der Corona-Infektionen derzeit stark an. «Die fünfte Welle ist blitzschnell gestartet», sagte am Wochenende Regierungssprecher Gabriel Attal. Trotz der hohen Infektionszahlen ist die Lage in den französischen Krankenhäusern nach Behördenangaben aber stabil.

In dem Land sind fast 75 Prozent der Menschen vollständig gegen Covid-19 geimpft. Derzeit läuft die Booster-Impfkampagne für über 65-Jährige und Menschen mit Vorerkrankungen. Ab dem 1. Dezember können auch die 50- bis 64-Jährigen ihre Auffrischungsimpfung erhalten.

Hast du oder hat jemand, den du kennst, Mühe mit der Coronazeit?

Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Safezone.ch, anonyme Onlineberatung bei Suchtfragen

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

My 20 Minuten

(AFP/chk)

Deine Meinung

51 Kommentare