Aktualisiert 27.07.2015 14:02

Tour de FranceFranks Top-Ten-Platz mit Seltenheitswert

Mathias Frank beendet die Grande Boucle im 8. Rang. Nicht viele Fahrer haben weniger als eine Stunde Rückstand auf Gesamtsieger Christopher Froome.

von
heg
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Mathias Frank (l.) gratuliert Christopher Froome zum Gesamtsieg bei der Tour de France 2015. Oder umgekehrt der Brite dem Schweizer zu dessen 8. Platz.

Mathias Frank (l.) gratuliert Christopher Froome zum Gesamtsieg bei der Tour de France 2015. Oder umgekehrt der Brite dem Schweizer zu dessen 8. Platz.

FreshFocus/Bernard Papon
Der 28-jährige Luzerner setzte sich einen Top-Ten-Platz als Ziel und erreichte diesen.

Der 28-jährige Luzerner setzte sich einen Top-Ten-Platz als Ziel und erreichte diesen.

AP/Laurent Cipriani
Wegen zwei Defekten und einem Sturz büsste Frank am zweitletzten Tag hinauf auf die Alpe d'Huez noch einen Rang im Gesamtklassement ein.

Wegen zwei Defekten und einem Sturz büsste Frank am zweitletzten Tag hinauf auf die Alpe d'Huez noch einen Rang im Gesamtklassement ein.

FreshFocus/tim de Waele

Die Top Ten waren sein Ziel, er hat sie erreicht: Mathias Frank belegt bei der Tour de France 2015 den 8. Schlussrang. Auf Gesamtsieger Christopher Froome verliert der 28-jährige Luzerner 15 Minuten und 39 Sekunden.

Wäre Frank im Aufstieg zur Alpe d'Huez am Samstag nicht durch zwei Defekte und einen unachtsamen Fan gebremst worden – eine Schweizer Fahne verfing sich im Lenker und brachte ihn zu Fall – wäre es der 7. Schlussrang mit etwas weniger Rückstand geworden. Mit seinem 8. Platz ist der 28-Jährige der erste Schweizer seit 16 Jahren, der das bedeutendste Radrennen der Welt unter den besten zehn beendet. 1999 wurde Alex Zülle Zweiter, Laurent Dufaux Vierter.

Frank beendet die Grande Boucle bei seiner dritten Teilnahme zum ersten Mal. Letztes Jahr stürzte er während der 7. Etappe und brach sich den Oberschenkel. 2010 war bereits im Prolog Schluss, als er sich bei einem Sturz den Daumen brach.

Wenige Fahrer innerhalb einer Stunde sind selten

Insgesamt haben nur 16 Fahrer weniger als eine Stunde auf Froome verloren. Thibaut Pinot als 16. liegt 38 Minuten und 52 Sekunden zurück. Roman Kreuziger auf dem 17. Platz büsste bereits 1 Stunde, 2 Minuten und 51 Sekunden auf den Briten ein. Erst viermal seit 1965 verlieren weniger als 16 Fahrer eine Stunde auf den Gesamtsieger. 1972, 1979 und 1997 waren es deren 15, 1969 sogar nur zwölf.

Froomes Triumph mit 1:12 Minuten Vorsprung auf Nairo Quintana ist auch eine der knappsten Entscheidungen seit 1965. 2010 gewann Alberto Contador die Tour mit 39 Sekunden vor Andy Schleck. Nach dem positiven Dopingbefund wurde dem Spanier der Gesamtsieg jedoch später aberkannt.

Neun weitere Fahrer siegten ebenfalls mit weniger als 1:12 Minuten Vorsprung. Floyd Landis (2006) und Lance Armstrong (2003) wurden die Siege wegen Dopings ebenfalls aberkannt. Die knappste Entscheidung datiert aus dem Jahr 1989. Damals gewann Greg LeMond mit acht Sekunden Vorsprung auf Laurent Fignon.

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