Im Kanton Zürich: Französisch bleibt für Sek B und C obligatorisch
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Im Kanton ZürichFranzösisch bleibt für Sek B und C obligatorisch

Leistungsschwächere Schüler sollen nicht selbst entscheiden können, ob sie den Franz-Unterricht besuchen wollen oder nicht. Der Kantonsrat lehnte ein Postulat ab.

von
ann
Sekundarschüler aus Sek B- und C-Klassen, sollen weiterhin Französisch büffeln müssen. Ein Postulat forderte, dass der Unterricht freiwillig wird.

Sekundarschüler aus Sek B- und C-Klassen, sollen weiterhin Französisch büffeln müssen. Ein Postulat forderte, dass der Unterricht freiwillig wird.

Für die Schülerinnen und Schüler der Sek B und C im Kanton Zürich bleibt der Französischunterricht ein obligatorisches Schulfach. Der Kantonsrat lehnte am Montag ein Postulat von GLP, EVP und EDU ab, das Franz zum Wahlfach machen wollte.

Der Französischunterricht wird von den Schülerinnen und Schülern in der Sek B und C sowie von deren Lehrkräften zunehmend als mühsam und wenig zielführend empfunden, begründeten die Postulanten ihr Anliegen. Das Fach sollte deshalb von den Schülern abgewählt werden können, damit sie dort besser gefördert werden könnten, wo es Sinn mache.

Englisch als Wahlfach?

«Die sprachlich überforderten Schüler sollen individuell nach ihren Stärken geschult werden», sagte Christoph Ziegler (GLP, Elgg). Aufwand und Ertrag in diesem Fach stünden bei vielen der betroffenen Schülern in keinem Verhältnis. «Zudem stören sie oft den Unterricht und beeinträchtigen so das Lernen der Stärkeren.»

Die betroffenen Schüler sollten vielmehr in den Grundkompetenzen Deutsch und Mathematik gefördert werden, argumentierte Margreth Rinderknecht (SVP, Wallisellen). Sie stellte jedoch zur Diskussion, lieber den Englisch- als den Französischunterricht als freiwillig zu erklären.

Bei der Stellensuche benachteiligt

Der Vorstoss blieb chancenlos. Er wurde mit 86 zu 68 Stimmen bei 9 Enthaltungen abgelehnt. Die Postulanten der GLP, EVP und EDU wurden nur von einzelnen Exponenten aus der SVP unterstützt.

Das Postulat berge langfristig Gefahren, sagte Mattea Meyer (SP, Winterthur). «Die betroffenen Schüler würden ohne Französischkenntnisse bei der Berufsmaturität ausgeschlossen oder sie sind bei der Stellensuche benachteiligt.» Die Freiwilligkeit damit zu begründen, dass diese Schüler störten, sei mehr als fraglich.

Postulat widerspricht Harmos

Die Mehrsprachigkeit sei zentral in der Schweiz, betonte Res Marti (Grüne, Zürich). «Es geht hier nicht um kulturellen Heimatschutz.» Denn es sei die Aufgabe der Schule, möglichst allen Schülern eine gute Chance beim Einstieg ins Berufsleben zu bieten.

Auch FDP und CVP sprachen sich gegen das Postulat aus. Die Idee widerspreche nicht nur der Chancengleichheit, sondern auch Harmos, sagte etwa Dieter Kläy (FDP, Winterthur). Es mache wenig Sinn, ein seit wenigen Jahren eingeführtes System schon wieder zu ändern, betonte auch Lorenz Schmid (CVP, Männedorf). (ann/sda)

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