Bagelstein: Französische Bagelkette will die Schweiz erobern

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BagelsteinFranzösische Bagelkette will die Schweiz erobern

In nur fünf Jahren hat Bagelstein Frankreich erobert. Nun wagt das Bagel-Sandwich-Restaurant den Gang in die Schweiz. Partner ist die Migros Genf.

von
kwo
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Migros bringt die französische Bagel-Kette« Bagelstein» in die Schweiz. Eine erste Filiale wurde in Nyon eröffnet. Auch in der Deutschschweiz sollen Geschäfte eröffnet werden.

Migros bringt die französische Bagel-Kette« Bagelstein» in die Schweiz. Eine erste Filiale wurde in Nyon eröffnet. Auch in der Deutschschweiz sollen Geschäfte eröffnet werden.

topsy.fr
Die Migros ist ein grosser Gastrounternehmer, vor allem mit ihren Migros-Restaurants.

Die Migros ist ein grosser Gastrounternehmer, vor allem mit ihren Migros-Restaurants.

Keystone/Alessandro Della Bella
Auch mit Take-Away-Ständen ist die Migros vielerorts präsent.

Auch mit Take-Away-Ständen ist die Migros vielerorts präsent.

Keystone/Alessandro Della Bella

Bagelstein kommt in die Schweiz. Die französische Sandwichkette ist für ihren frechen Stil bekannt. Ihr Motto: «Hören Sie auf, Scheisse zu essen!» (im Original: «Arrêtez de manger de la merde!»). In Nyon im Kanton Waadt hat nun die erste Bagelstein-Filiale ihre Tore geöffnet. Als Franchisenehmerin tritt die Migros-Genossenschaft Genf auf.

Und bei einer Filiale soll es keineswegs bleiben: «In den nächsten fünf Jahren möchten wir in der Schweiz rund zwanzig Restaurants eröffnen», sagte Migros-Sprecherin Isabelle Vidon zur Zeitung «Schweiz am Sonntag». Bereits Ende 2017 sollen auch in der Deutschschweiz erste Filialen stehen.

Genfer gehen in die Deutschschweiz

Um dieses Ziel zu erreichen, müsste die Migros Genf allerdings über ihre Genossenschaftsgrenze hinaus expandieren. Grund: Auch in der Deutschschweiz würde die Genfer Migros als Franchisenehmerin und Betreiberin der Restaurants auftreten. Damit würde Bagelstein aber andere Migros-Schnellverpflegungskonzepte konkurrieren, wie die Zeitung schreibt.

An erster Stelle sind das zum Beispiel die klassischen Migros-Restaurants. Sie machen immerhin 60 Prozent des Gastroumsatzes der verschiedenen Migros-Genossenschaften aus. Doch das ist noch nicht alles. Nach dem starken Ausbau der Tankstellen- und Bahnhofshops in den letzten Jahren führe die Migros derzeit eine Fast-Food-Offensive durch, was sich an Restaurants wie Chickeria oder Kaimug-Box zeige, die ebenfalls von der Migros betrieben werden.

Gastronomie Sache der Genossenschaften

Die Gastronomie ist bei der Migros Sache der zehn regionalen Genossenschaften. Das hat Vor- und Nachteile. Der grösste Vorteil sei, dass Innovationen in den einzelnen Genossenschaften gefördert würden. Tatsächlich weise die Migros im Gegensatz zu Coop ein wahres Potpourri an Formaten auf (siehe oben). Der Nachteil sei, dass es zu Überschneidungen und Doppelspurigkeiten kommen könne.

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