Französische Eisenbahner streiken
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Französische Eisenbahner streiken

Ein Streik der Eisenbahner hat am Donnerstag in Frankreich zu Behinderungen im Zugverkehr geführt. Etwa jeder zweite Pariser Vorortzug und jeder dritte Fernzug fielen aus.

Die Hochgeschwindigkeitszüge nach London und Brüssel sowie Richtung Spanien fuhren planmässig, doch alle Nachtzüge bis Freitag wurden gestrichen. Die Passagiere nahmen die Behinderungen in der Regel gelassen auf.

Auch zahlreiche Verbindungen von und nach der Schweiz waren betroffen. Der Streik verlaufe aber nach Programm, sagte SBB- Sprecher Jean-Louis Scherz am Donnerstag auf Anfrage. Ausgefallen seien namentlich die Nachtzüge Basel-Paris und zurück.

Betroffen vom Streik sei ausserdem jede zweite TGV-Verbindung Genf-Paris und zurück. Die TGV-Züge zwischen Lausanne und Paris sowie Zürich-Bern-Paris und zurück verkehrten hingegen gemäss Fahrplan, sagte Scherz.

Auch der Regionalverkehr von Basel nach Mulhouse und zurück sei beeinträchtigt: Es fahre nur alle zwei Stunden ein Zug. Die SBB empfehle Reisenden von und nach Frankreich, sich in jedem Fall über die konkreten Reisemöglichkeiten während der Arbeitsniederlegung zu erkundigen.

Die Bahngesellschaft SNCF sagte zu, bei Rücktritten von Reisen die Fahrkarten zu erstatten. Rund 70 Prozent der Hochgeschwindigkeitszüge TGV und 60 Prozent der anderen Fernzüge verkehrten jedoch wie gewohnt.

Die Bahngewerkschaften wollen mit dem Streik den Plan der SNCF zur Sanierung des Frachtbereichs kippen. Die SNCF will 2500 Stellen ohne Entlassungen streichen. Das Defizit im Frachtverkehr soll in diesem Jahr von 400 Millionen Euro oder 20 Prozent des Umsatzes auf 325 Millionen Euro gedrückt werden. (sda)

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