Französische Polizisten spielen russisches Roulette: Ein Toter
Aktualisiert

Französische Polizisten spielen russisches Roulette: Ein Toter

Ein französischer Polizist steht seit heute vor Gericht, weil er einen Kollegen bei einer Runde russischen Roulettes erschossen hat. Der Schütze muss sich wegen Anwendung einer Waffe mit Todesfolge verantworten.

Der Vorfall liegt drei Jahre zurück. Nach dem Einsatz bei einem Fussballspiel in Nantes begannen sechs Beamte in der Nacht zum 17. Oktober 2004 in ihrem Einsatzwagen ein Trinkgelage, das sie im Kommissariat fortsetzten.

Dort nahm einer der Polizisten vier von fünf Kugeln aus seiner Dienstwaffe, richtete diese auf einen Kollegen und drückte ab - doch es löste sich kein Schuss. Der bedrohte Polizist ergriff daraufhin die Waffe und feuerte auf seinen Kollegen. Diesmal löste sich die Kugel und traf das Opfer im Gesicht, der 34-Jährige war sofort tot.

Der Prozess vor dem Schwurgericht des Départements Loire-Atlantique ist auf drei Tage angesetzt. Während der Ermittlungen sprach der Täter zunächst von einem Selbstmord, dann von einem Unfall, schliesslich räumte er den Tathergang ein. (dapd)

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