Französischen Journalisten droht die Todesstrafe
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Französischen Journalisten droht die Todesstrafe

Zwei in Niger festgenommenen französischen Journalisten soll wegen Gefährdung der Staatssicherheit der Prozess gemacht werden.

Auf das Delikt steht in dem westafrikanischen Land die Todesstrafe. Die beiden Journalisten wurden am Mittwoch formell angeklagt. Sie waren am 17. Dezember bei Dreharbeiten zu einem Beitrag für den deutsch-französischen Kultursender Arte in einer für Ausländer verbotenen Zone im Norden Nigers festgenommen worden.

Thomas Dandois und Pierre Creisson, die für die französische Produktionsfirma Camicas arbeiten, wollten im Norden des Landes einen Film über eine Rebellengruppe drehen, die für mehr Rechte der Minderheit der Tuareg kämpft. Nach Darstellung der Behörden hatten die beiden Visa beantragt, um in einer Region weiter südlich über Vogelgrippe zu berichten.

Die Anwälte der Journalisten haben eine Freilassung der beiden gegen Kaution beantragt. Das Gericht hat darüber noch nicht entschieden. Die Organisation Reporter ohne Grenze kritisierte die Festnahme der Journalisten und nannte die Anklage unverhältnismässig. (dapd)

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