Französischer Club ist heiss auf Nati-Trainer Vladimir Petkovic
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Girondins BordeauxFranzösischer Club ist heiss auf Nati-Trainer Vladimir Petkovic

Bisher hat der Schweizer Nationaltrainer immer abgewunken, wenn die Frage anstand, ob er die Nati frühzeitig verlassen würde. Nun scheint ein Ligue-1-Club aber grosses Interesse zu zeigen.

Petkovic zieht EM-Bilanz.

20 Minuten

Darum gehts

  • Girondins Bordeaux scheint Interesse am Schweizer Nati-Trainer zu bekunden.

  • Vladimir Petkovic wich bei Wechsel-Gerüchten bisher immer aus.

  • Es sollen bereits Gespräche zwischen dem 57-Jährigen und dem Club stattfinden.

Immer wieder gibt es Gerüchte, dass der Schweizer Nationaltrainer Vladimir Petkovic die Nati trotz laufenden Vertrages bis nach der WM 2022 vorzeitig verlassen könnte. Zu Beginn der EM kam das Gerücht auf, dass Zenit St. Petersburg ihn als Trainer verpflichten möchte. Ausgerechnet St. Petersburg, wo er mit seinem Team nun gerade dramatisch im EM-Viertelfinal gegen Spanien scheiterte. Während die Nati in Russland war, wurde der Trainer mehrmals zu den Zenit-Gerüchten befragt – und jedes Mal wich Petkovic aus.

Bei der Abschluss-Pressekonferenz am Flughafen Zürich sagte er zu einem möglichen Verbleib auf Italienisch gegenüber den Tessiner Journalisten: «Ich entscheide nichts alleine, es geht schnell in die eine oder andere Richtung. Es ist jetzt verfrüht, gewisse Erklärungen zu machen. Es ist wichtig, den Ball flach zu halten und daran zu glauben, dass dieses Team wachsen und sich verbessern kann.»

Trainer Vladimir Petkovic enttäuscht nach dem Spiel gegen Spanien.  

Trainer Vladimir Petkovic enttäuscht nach dem Spiel gegen Spanien.

Claudio Thoma/freshfocus

Etwas mehr als zwei Wochen später taucht Petkovics Name erneut auf – dieses Mal aber im Bezug auf einen französischen Ligue-1-Verein. Wie 20minutes.fr berichtet, haben die Verantwortlichen von Girondins Bordeaux vom aktuellen Trainer Jean-Louis Gasset die Nase voll. Man habe grosses Interesse, Petkovic zu verpflichten. Neben dem 57-Jährigen stehen auf der Shortlist der Bordeaux-Chefs aber auch João Sacramento (Assistenztrainer der AS Roma), David Guion (bis im Mai noch Trainer von Stade Reims) und der vereinslose Schweizer Lucien Favre. Die Gespräche mit Petkovic seien im Gang, schreibt das Online-Portal weiter.

Bei Bordeaux spielt auch Nati-Spieler Loris Benito. Er war mit Girondins nach dieser Saison bereits in die 2. Liga abgestiegen, nachdem sich sein Hauptaktionär zurückgezogen hatte. Der Verein legte aber Berufung ein. Etwas mehr als eine Woche später folgt die Entwarnung: Bordeaux konnte den Zwangsabstieg verhindern. Das Berufungsgericht des DNCG (der Nationalen Kontroll- und Managementabteilung) stimmte dem Sanierungsplan von Bordeaux-Clubbesitzer Gérard Lopez zu. Ausserdem kontrolliert die DNCG ab nun die Löhne sowie Kauf und Wiederverkauf von Girondins-Spielern.

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(wed/hua)

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