05.09.2020 07:36

Unheilbar krankFranzose will seinen Tod live im Internet zeigen

Alain Cocq leidet unter einer unheilbaren Krankheit. Trotzdem kann der 57-Jährige keine Sterbehilfe in Anspruch nehmen. Nun ist er in einen Hungerstreik getreten.

1 / 6
Alain Cocq ist unheilbar krank.

Alain Cocq ist unheilbar krank.

REUTERS
Sein Gesuch für Sterbehilfe wurde jedoch abgelehnt. 

Sein Gesuch für Sterbehilfe wurde jedoch abgelehnt.

REUTERS
Nun will der 57-Jährige sein Leben mit einem Hungerstreik beenden.

Nun will der 57-Jährige sein Leben mit einem Hungerstreik beenden.

REUTERS

Darum gehts

  • Alain Cocq will auf Facebook zeigen, wie er stirbt.
  • Der 57-Jährige ist unheilbar krank.
  • Frankreichs Präsident Macron lehnte eine Ausnahmegenehmigung für die Sterbehilfe ab.

Aus Protest gegen die Sterbehilfe-Regelung in Frankreich will der 57-jährige Alain Cocq seinen Tod live auf Facebook übertragen. Cocq leidet seit 30 Jahren unter einer unheilbaren Arterien-Erkrankung. Bereits neun Mal musste er schon wiederbelebt werden. Nun will er seinem Leben ein Ende setzten.

Seit Jahren kämpft Cocq für die Sterbehilfe und bat zuletzt auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron persönlich um eine Ausnahmegenehmigung. Macron lehnte jedoch ab: «Da ich nicht über dem Gesetz stehe, bin ich nicht in der Lage, Ihrer Bitte nachzukommen.»

«Es wird sehr hart»

Seit Samstag befindet sich Cocq nun in einem Hungerstreik. «Der Weg der Befreiung beginnt und glaubt mir, ich bin froh darüber», schriebt der 57-Jährige kurz nach Mitternacht auf Facebook. In einem Video prostete er seinen Zuschauern aus seinem Krankenbett zu Hause mit einem Plastikbecher zu und sagte: «Hier, Freunde, trinke ich einen letzten Schluck auf Eure Gesundheit.» Die Abschiedsbotschaft endet mit den Worten «So geht das Leben. Auf Wiedersehen.»

Cocq will jegliche Nahrungsaufnahme und Behandlung verweigern. Er rechnet damit, dass er in wenigen Tagen tot sein wird. «Ich weiss, dass die Tage, die mich erwarten, schwer sein werden, aber ich habe meine Entscheidung getroffen und bin ruhig», sagt er. «Es wird sehr hart, aber es ist keine grosse Sache im Vergleich zu dem, was ich bereits erlebt habe.»

(fur)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.