Pierre Moscovici : Franzose wird EU-Wirtschafts-Kommissar
Aktualisiert

Pierre Moscovici Franzose wird EU-Wirtschafts-Kommissar

Der französische Sozialist und Ex-Finanzminister Pierre Moscivici wird in der EU-Kommission künftig für die Wirtschaftspolitik verantwortlich sein.

Neuer EU-Wirtschaftskommissar: der frühere französische Finanzminister Pierre Moscovici.

Neuer EU-Wirtschaftskommissar: der frühere französische Finanzminister Pierre Moscovici.

Grossbritannien und Frankreich werden in der neuen EU-Kommission unter Führung von Jean-Claude Juncker mit Finanzen und Wirtschaft zwei Schlüsselressorts besetzen.

Der frühere französische Finanzminister Pierre Moscovici wird neuer Wirtschaftskommissar der EU und damit auch für die Haushalte der 28 Mitgliedsstaaten zuständig sein, wie Juncker am Mittwoch mitteilte. Der Brite Jonathan Hill wird neuer Kommissar für Finanzdienste, ein für Grossbritannien wichtiger Wirtschaftszweig. Die neue EU-Kommission übernimmt im November das Ruder.

Juncker selbst löst den Portugiesen José Manuel Barroso als EU-Kommissionspräsident ab. Sein Team werde daran arbeiten, das Wirtschaftswachstum in Gang zu bekommen, die Bürokratie zu reduzieren und den Glauben der Bevölkerung an die EU wiederherzustellen, sagte der frühere Ministerpräsident Luxemburgs und Ex-Eurogruppenchef.

Die Wahl Hills, eines früheren Präsidenten des britischen Oberhauses, gilt als bedeutender Sieg für Grossbritannien angesichts des grossen Stellenwertes der Finanzbranche auf der Insel. Hill wird künftig auch mit Themen der Regulierung befasst sein.

Zur neuen Riege der EU-Kommissare gehört ferner Dänemarks ehemalige Wirtschafts- und Innenministerin Margrethe Vestager, sie wird Nachfolgerin des scheidenden EU-Wettbewerbskommissars Joaquín Almunia. Die schwedische EU-Kommissarin für Innenpolitik, Cecilia Malmström, wurde zudem zur neuen Handelskommissarin ernannt.

Eines der grossen Themen für Vestager dürften die seit vier Jahren andauernden Ermittlungen gegen die Internet-Suchmaschine Google sein. Dabei geht es darum, ob Google seine dominante Marktposition bei Suchergebnissen ausnutzt. Malmström wird sich unter anderem mit den Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA beschäftigen. (sda)

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