Aktualisiert

SomaliaFranzosen werden nach Scharia gerichtet

Die in Somalia verschleppten französischen Sicherheitsberater sollen sich nach Ankündigung der Entführer wegen Spionage und Verschwörung gegen den Islam verantworten. Den beiden Männern werde der Prozess nach islamischem Recht gemacht.

Ein Termin dafür stehe noch nicht fest, sagte ein führendes Mitglied der Rebellengruppe Al Schabab heute. Die beiden Franzosen waren am Dienstag in der Hauptstadt Mogadischu entführt worden. Sie sollten dort Regierungstruppen ausbilden, die gegen Islamisten eingesetzt werden.

Mogadischu zählt zu den gefährlichsten Städten der Welt, Ausländer halten sich dort nur selten auf. In Somalia gibt es seit 18 Jahren keine funktionierende Regierung mehr.

Das deutsche Frachtschiff «MS Victoria» kam derweil nach knapp drei Monaten in der Hand somalischer Piraten wieder frei. Das Schiff wurde am Samstagmorgen aus der Gewalt der Kidnapper entlassen, wie ein Sprecher des Auswärtigen Amts der Nachrichtenagentur AP in Berlin sagte. An Bord befanden sich keine Deutschen.

Mitarbeiter von Hilfsorganisationen in Kenia entführt

Im Norden Kenias wurden drei ausländische Mitarbeiter von Hilfsorganisationen entführt. Etwa zehn bewaffnete Kidnapper hätten die Ausländer aus einem Haus in der Stadt Mandera verschleppt und über die Grenze nach Somalia gebracht, verlautete am Samstag aus Sicherheitskreisen in Nairobi. Bei dem Überfall am späten Freitagabend hätten die Angreifer einen Wachmann in den Kopf geschossen. Der Mann sei mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Über die Nationalität der Geiseln und die Organisationen, für die sie arbeiteten, machte der Gewährsmann keine Angaben. (dapd)

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