Franzosen wussten im Januar 2001 von 9/11
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Franzosen wussten im Januar 2001 von 9/11

Der französische Auslandsgeheimdienst (DGSE) verfügte bereits im Januar 2001 über Informationen, wonach Al Kaida US-Passagierflugzeuge entführen wollte.

Die Zeitung «Le Monde» berichtete heute Montag, der Terrorplan sei auf einer Sitzung von Al Kaida im Oktober 2000 im Beisein Osama bin Ladens beschlossen worden. Dies gehe aus DGSE-Akten vom 5. Januar 2001 hervor, die der Zeitung verlägen. Die Informationen seien damals vom französischen Geheimdienst an die CIA weitergegeben worden. Das französische Verteidigungsministeriums wollte zu dem Bericht am Montag zunächst keine Stellungnahme abgeben.

Allerdings war auch den französischen Behörden nicht klar, dass Flugzeuge entführt und in Gebäude geflogen werden sollten, wie es am 11. September 2001 geschah, schrieb «Le Monde». Die Zeitung zitierte den früheren DGSE-Stabschef Pierre-Antoine Lorenzi mit den Worten: «Bis 2001 hatte die Entführung von Flugzeugen eine andere Bedeutung. Es hiess, eine Maschine wird zur Landung auf einem Flughafen gezwungen, um über etwas zu verhandeln.»

Infografik: Der 11. September 2001 (dapd)

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