Basel: Frau (22) findet 50'000 Fr und bringt sie zur Polizei
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BaselFrau (22) findet 50'000 Fr und bringt sie zur Polizei

Eine junge Französin fand in Basel ein Couvert mit 50'000 Franken. Sie brachte es zur Polizei.

von
aj
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Das Geld lag in einem Couvert auf dem Centralbahnplatz in Basel.

Das Geld lag in einem Couvert auf dem Centralbahnplatz in Basel.

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Der rechtmässige Besitzer des Geldes hat nun ein Jahr Zeit, um sich bei der Polizei zu melden. «Er muss natürlich beweisen können, dass ihm das Geld gehört», sagt Polizeisprecher Andreas Knuchel.

Der rechtmässige Besitzer des Geldes hat nun ein Jahr Zeit, um sich bei der Polizei zu melden. «Er muss natürlich beweisen können, dass ihm das Geld gehört», sagt Polizeisprecher Andreas Knuchel.

jd

Eine 22-Jährige hat am Dienstagabend ein Couvert auf dem Centralbahnplatz in Basel entdeckt. Darin steckten nicht weniger als 50'000 Franken. Die ehrliche Finderin brachte das Geld zur Polizei. Das Geld liegt jetzt im Fundbüro der Polizei im Spiegelhof.

Der rechtmässige Besitzer des Geldes hat nun ein Jahr Zeit, um sich bei der Polizei zu melden. «Er muss natürlich beweisen können, dass ihm das Geld gehört», sagt Polizeisprecher Andreas Knuchel. Er verrät nichts über die Stückelung des Bargeldes und den genauen Fundort. «Das muss uns der rechtmässige Besitzer schon selber erzählen», so Knuchel weiter.

Dass aufgefundenes Bargeld durchaus seinen Besitzer wieder findet, zeigt eine andere Geschichte: Laut Knuchel hatte ein Tourist aus Spanien an der letzten Fasnacht rund 11'000 Franken verloren. Auch dieses Bargeld wurde von einer Finderin abgegeben. Der Spanier bekam es – abzüglich des Finderlohns – zurück. Und im März dieses Jahres vergass ein Ehepaar in einem Basler Tram 144'000 Franken, die ein ehrlicher BVB-Mitarbeiter der Polizei überbrachte.

Geld macht nicht glücklich

Wieso Ehrlichkeit auch aus psychologischer Sicht zu Freude verhilft, weiss Ökonom und Glücksforscher Mathias Binswanger. «Menschen erleben Glücksgefühle, wenn sie Gefundenes abgeben, statt selber zu behalten», begründet er. «Zu wissen, dass man sich richtig verhalten hat und dem ursprünglichen Besitzer damit ein grosses Problem erspart, macht den Finder glücklich», so Binswanger. Studien hätten zudem erwiesen, dass Menschen etwa nach Lottogewinnen nicht glücklicher durchs Leben gehen. «Und wenn man weiss, dass einem das Geld nicht gehört, trifft das wohl erst recht zu», führt Binswanger aus.

Ein Jahr im Fundbüro

Die ehrliche Französin wird laut Knuchel einen Finderlohn von 10 Prozent erhalten. Der Finderin wurde das Geld aber noch nicht ausbezahlt. «Sollte sich nämlich während eines Jahres niemand im Fundbüro melden, würde der Finderin der ganze Betrag ausgehändigt», erklärt Knuchel.

An so einen Fall kann sich der Polizeisprecher aber nicht erinnern. Sollte dies eintreffen, täte die junge Französin aber gut daran, die 50'000 Franken nicht gleich auszugeben. Laut Knuchel blieben dem rechtmässigen Eigentümer nämlich insgesamt fünf Jahre Zeit, sich zu melden.

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