Neuseeland - Frau (28) stirbt, weil Arzt Krebs für Fettgewebe hält
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NeuseelandFrau (28) stirbt, weil Arzt Krebs für Fettgewebe hält

Obwohl Gemma Malins zweimal ihren Arzt aufsuchte, erkannte dieser die Gefahr nicht. Die Fehldiagnose führte schließlich zum Tod der jungen Frau.

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Für ihren Mann Brandon war die 28-Jährige, «die Liebe und das Licht in meiner Welt».

Für ihren Mann Brandon war die 28-Jährige, «die Liebe und das Licht in meiner Welt».

Facebook/Brenda Malins
Das Paar heiratete kurz nach der Diagnose in einer spontanen Hochzeit.

Das Paar heiratete kurz nach der Diagnose in einer spontanen Hochzeit.

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Über eine Online-Spendenseite wurde Geld gesammelt, die Gemma eine privat finanzierte Immuntherapie ermöglichte.

Über eine Online-Spendenseite wurde Geld gesammelt, die Gemma eine privat finanzierte Immuntherapie ermöglichte.

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Darum gehts

  • In Neuseeland starb eine junge Frau nach einer Fehldiagnose.

  • Ihr Arzt versicherte ihr, dass es sich bei ihren Beulen an Beinen und Füssen lediglich um Fett handle.

  • Ein Jahr später stellte sich heraus, dass es Krebs war.

Weil Gemma Malins aus Neuseeland plötzlich dicke Beulen an Beinen und Füssen bekam, ging sie zweimal zum Arzt, um sich untersuchen zu lassen. Obwohl die Geschwüre die Größe eines Tennisballs hatten, wurde ihr beide Male versichert, dass sie sich keine Sorgen mache müsse – das sei nur Fettgewebe. Ein Jahr später erhielt sie die erschütternde Diagnose Krebs.

Wie die britische Zeitung «The Sun» berichtet, wurde bei der jungen Frau nach einer Biopsie ein metastasierendes Melanom diagnostiziert, das sich bereits in ihrem ganzen Körper ausgebreitet hatte. Auch im Gehirn und in der Lunge. Obwohl Gemma sofort an einen Krebsspezialisten überwiesen wurde, musste sie in Neuseeland «drei Monate warten, weil sie keine Krankenversicherung hatte».

Spontane Hochzeit

Kurz nach der Diagnose heirateten Gemma und ihr Partner Brandon in einer spontanen Hochzeit, die innerhalb von zwei Wochen geplant wurde. Über eine Online-Spendenseite wurde Geld gesammelt, die Gemma eine privat finanzierte Immuntherapie ermöglichte. Die half ihr, mehr Zeit mit ihren Liebsten zu verbringen. Leider schlug die Therapie nicht wie erhofft an. Nachdem sich ihr Gesundheitszustand zwölf Monate lang stabilisiert hatte, begann der Krebs sich wieder auszubreiten.

Brando schrieb auf der Online-Spendenseite: «Nachdem wir gehofft hatten, dass eine neue, 20’000 Dollar teure, Immuntherapie wirken würde, wurde uns Anfang Juni mitgeteilt, dass Gemma nur noch wenige Monate zu leben hat, da sie auf die neue, teure Behandlung nicht anspricht. Es gibt neue Melanome in ihrem Gehirn, am Hals und in der Lunge, andere sind im Magen gewachsen.»

Helikopterflug, Schnee und Pferde

Um so viele Punkte wie möglich von Gemmas Bucket List – eine Liste mit Dingen, die Menschen vor ihrem Tod noch erleben möchten – zu streichen, bat Brandon trotzdem um weitere Spenden. Tatsächlich konnte das Paar mit diesem Geld noch reisen, sah Schnee, machte einen Helikopterflug und ritt zum ersten Mal auf Pferden.

Zweieinhalb Jahre nach der Fehldiagnose «es sei nur Fett», starb Gemma im Alter von 28 Jahren. Für ihren Mann Brando war sie «die Liebe und das Licht in meiner Welt», wie er auf der Seite der Online-Petition schrieb.

Trauerst du oder trauert jemand, den du kennst?

Hier findest du Hilfe:

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen

Muslimische Seelsorge, Tel. 043 205 21 29

Lifewith.ch, für betroffene Geschwister

Verein Regenbogen Schweiz, Hilfe für trauernde Familien

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Pro Senectute, Beratung älterer Menschen in schwierigen Lebenssituationen

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(heute.at/roa)

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