Aktualisiert 21.11.2016 01:04

Grenze zu ItalienFrau (40) stirbt bei Helikopterabsturz

Eine 40-jährige Italienerin ist gestern beim Absturz eines Schweizer Helikopters im Veltlin ums Leben gekommen. Zwei Männer überlebten den Unfall leicht verletzt.

von
jdr
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Die Unfallstelle nahe der Schweizer Grenze: In einem Wald im Veltlin ist am Samstag ein Helikopter des Typs Agusta Westland AW 109 abgestürzt.

Die Unfallstelle nahe der Schweizer Grenze: In einem Wald im Veltlin ist am Samstag ein Helikopter des Typs Agusta Westland AW 109 abgestürzt.

kein Anbieter/Soccorso Alpino e Speleologico Lombardo
Die Trümmer der Unglücksmaschine: Die Ermittlungen zur Unfallursache laufen.

Die Trümmer der Unglücksmaschine: Die Ermittlungen zur Unfallursache laufen.

kein Anbieter

Nahe der Schweizer Grenze in einem Wald am Monte Minisfreddo (Provinz Varese) ist es am Samstag zu einem Helikopter-Absturz gekommen. An Bord der Maschine der Marke AW-109 waren drei Personen, für eine 40-jährige Frau aus Italien kam jede Hilfe zu spät. Zwei Männer, der 57-jährige Pilot und ein 70-jähriger Geschäftsmann, beide aus dem Tessin, überlebten den Absturz verletzt, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Sie befinden sich in Spitalpflege.

Die Maschine war gegen 14 Uhr vom Flugplatz Agno TI abgehoben und bei schlechten Wetterverhältnissen. Ziel des Fluges war vermutlich das Veltlin. Wie «Ticinonews» berichtet, ist der 70-Jährige ein bekannter Geschäftsmann aus dem Tessin.

Unwegsames Gelände

«Varese News» zufolge war einem Mann, der sich zufällig in der Nähe aufhielt, aufgefallen, dass ein zuvor deutlich hör- und sichtbarer Helikopter plötzlich nicht mehr am Himmel auffindbar war. Der Mann verständigte die Rettungskräfte.

Nahezu zeitgleich meldete sich der beim Unfall nahezu unverletzt gebliebene Pilot bei den Rettungskräften, um den ungefähren Absturzort durchzugeben. Die Bergung gestaltete sich aufgrund des unwegsamen Geländes jedoch schwierig.

Begeisterte Pilotin

Es war unklar, ob menschliches Versagen oder ein technischer Defekt zum Absturz geführt hatte. Die Staatsanwaltschaft von Varese (Piemont) eröffnete ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung gegen den Piloten. Die Analyse des Flugdatenschreibers, der Wracks und die Autopsie der Verstorbenen sollen Hinweise auf die Unfallursache geben.

Laut italienischen Medien handelt es sich bei der verstorbenen 40-Jährigen um eine begeisterte Helikopter-Pilotin. (jdr/sda)

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