Aktualisiert 29.03.2016 13:33

Seenot im Atlantik

Frau (65) schwimmt hinter Kreuzfahrtschiff her

Portugiesische Fischer haben vor der Küste von Madeira eine Britin aus dem Atlantik gerettet. Sie wollte nach einem Streit mit ihrem Mann zu ihrem Kreuzfahrtschiff zurückschwimmen.

von
afo
Die Britin wurde 500 Meter von der Küste entfernt gerettet: Das Kreuzfahrtschiff Queen Mary im Hafen von Madeira. (Symbolbild)

Die Britin wurde 500 Meter von der Küste entfernt gerettet: Das Kreuzfahrtschiff Queen Mary im Hafen von Madeira. (Symbolbild)

Keystone/Homem de Gouveia

Die Frau verbrachte rund vier Stunden im Wasser. Nach einem Bericht der Zeitung «Correio da Manha» war das Paar am Samstag nach einem Streit von Bord des Kreuzfahrtschiffes gegangen, um nach Grossbritannien zurückzufliegen. Am Flughafen angekommen, sah die 65-Jährige, wie das Kreuzfahrtschiff am Ufer entlangfuhr. Sie glaubte plötzlich, ihr Mann sei an Bord zurückgekehrt und sprang ohne lange nachzudenken ins Wasser, um ihm hinterher zu schwimmen.

Laut dem Chef der Hafenbehörde von Funchal, Felix Marques, sprang die Frau gegen 22.00 Uhr ins Wasser. Rund vier Stunden später wurde sie rund 500 Meter von der Küste entfernt von Fischern gerettet, die durch ihre Hilfeschreie auf sie aufmerksam geworden waren. Sie schlotterte demnach vor Kälte und hielt sich krampfhaft an einem kleinen Koffer fest. Sie wurde wegen Unterkühlung ins Spital gebracht.

Nach Informationen des örtlichen Fernsehsenders SIC war der Mann nicht auf das Schiff zurückgekehrt. Vielmehr hatte er den ersten Flug zurück nach Hause genommen. (afo/sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.