Alessia und Livia: Frau aus Freiburg tot aufgefunden
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Alessia und LiviaFrau aus Freiburg tot aufgefunden

Sie war vom italienischen TV mit dem Fall der vermissten Alessia und Livia in Verbindung gebracht worden. Jetzt wurde die 27-jährige Katia Iritano tot aufgefunden.

von
uwb

Der leblose Körper von Katia Iritano wurde nach Angaben der Kantonspolizei Waadt am Fusse eines Lawinen-Couloirs in der Region von Rossinière, unweit von Château-d'Oex gefunden. Die junge Frau war vor über zwei Monaten verschwunden. Gemäss ersten Resultaten der polizeilichen Untersuchung ist die 27 Jahre alte Frau verunfallt.

Erst letzte Woche hatte die Familie von Katia Iritano einen Belohnung für Hinweise auf den Verbleib der Frau von 20 000 Franken ausgesetzt.

Videoappell der Zwillingsmutter auf Deutsch

Verbindung zu Zwillingen hergestellt

Der italienische Fernsehsender Rai 3 hatte in seiner Vermisstensendung «Chi l'ha visto?» - das Pendant zum deutschsprachigen «Aktenzeichen XY» - eine mögliche Verbindung zwischen der Entführung von Alessia und Livia und der seit dem 25. Januar vermissten Freiburgerin Katia Iritano hergestellt. Zudem war von einem Frauenmantel die Rede, der im Haus von Zwillingsvater Matthias S. aufgefunden worden sei.

Noch während der Livesendung hatten sich zwei mutmassliche Zeugen telefonisch bei Rai 3 gemeldet: Sie gaben an, Katia Iritano Mitte Januar, also rund zwei Wochen vor der Entführung der Zwillinge, in Begleitung von Matthias S. und den beiden Mädchen im norditalienischen Cantù gesehen zu haben. Einer der Anrufer will sie dort in der Spielwarenabteilung eines Kaufhauses beobachtet haben. Die Mutter der Zwillingsmädchen – auch sie war live auf Sendung – konnte sich nicht genau erinnern, ob die Kinder am entsprechenden Wochenende tatsächlich in der Obhut des Vaters waren.

Der Vater von Katia Iritano zeigte sich damals empört über den vom italienischen Fernsehen ausgeführten Link zwischen den beiden Vermisstmeldungen: «Es ist absolut ausgeschlossen, dass Katia irgendetwas mit der tragischen Geschichte der Zwillinge zu tun hat. Sie ist eine ehrliche Person und würde sich nie zu einer Komplizin machen lassen», so der gebürtige Italiener auf Anfrage. Zudem habe seine Tochter bis am Vortag ihres Verschwindens gearbeitet und sich unmöglich in Italien aufhalten können.

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