Aktualisiert 27.04.2020 15:49

Höchst (A)

Frau fährt bei Grenzkontrolle Polizisten an und flüchtet

Eine Frau verweigerte am Montagmorgen am Grenzübergang St. Margrethen-Höchst die Ausweiskontrolle. Sie fuhr einen Polizisten an und flüchtete. Nach einer Verfolgungsjagd konnte sie festgenommen werden.

von
Jil Rietmann
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Als am Montagmorgen eine Frau zum Grenzübergang St. Margrethen-Höchst fuhr, verweigerte sie die Kooperation. Sie fuhr einen Polizisten an und flüchtete.

Als am Montagmorgen eine Frau zum Grenzübergang St. Margrethen-Höchst fuhr, verweigerte sie die Kooperation. Sie fuhr einen Polizisten an und flüchtete.

Google Street View
Die Frau verhielt sich von Anfang an unkooperativ und gab an, sie habe ihren Ausweis nicht dabei.

Die Frau verhielt sich von Anfang an unkooperativ und gab an, sie habe ihren Ausweis nicht dabei.

KEYSTONE
Die Frau fuhr ruckartig auf den Polizisten zu. Obwohl der Polizeibeamte reflexartig nach rechts ausgewichen war, wurde er noch von der Front des Fahrzeuges erfasst. In der Folge beschleunigte die Schweizerin ihr Fahrzeug und fuhr in Richtung Höchst Zentrum davon.

Die Frau fuhr ruckartig auf den Polizisten zu. Obwohl der Polizeibeamte reflexartig nach rechts ausgewichen war, wurde er noch von der Front des Fahrzeuges erfasst. In der Folge beschleunigte die Schweizerin ihr Fahrzeug und fuhr in Richtung Höchst Zentrum davon.

Wikipedia/Friedrich Böhringer

Darum gehts

  • Eine Frau fuhr am Montagmorgen zum Grenzübergang in St.Margrethen-Höchst und verweigerte die Kooperation. Sie wollte ihren Ausweis nicht zeigen.
  • Sie fuhr einen Beamten an und flüchtete.
  • Trotz mehrfachen Anhaltezeichen blieb die Lenkerin nicht stehen.
  • In Hard (A) blieb die Frau an einer Ampel stehen und öffnete erst nach einigen Minuten die Auto-Tür.
  • Sie wurde von den Beamten vernommen und angezeigt.

Eine 52-jährige Schweizerin, die in Wolfurt (A) lebt, wollte am Samstag gegen 7.05 Uhr beim Grenzübergang Höchst von der Schweiz her kommend nach Österreich einreisen. Dabei wurde sie aufgrund der Covid-19-Massnahmen am Zollamt durch die Gesundheitsbehörde einer Kontrolle unterzogen. Die Kontrolle führte ein Soldat des Österreichischen Bundesheeres durch, wie die Landespolizeidirektion Vorarlberg am Montag in einer Mitteilung schreibt.

Die zu diesem Zeitpunkt unbekannte Lenkerin verhielt sich allerdings von Anfang an äusserst unkooperativ, heisst es weiter. Sie wirkte an der Kontrolle in keinster Weise mit und weigerte sich ihre Ausweisdokumente vorzuzeigen. Nachdem die Frau dem Soldaten mitteilte, dass sie keinen Ausweis habe und jetzt weiterfahren werde, stellte sich ein Polizeibeamter vor das Fahrzeug, um ein Wegfahren zu verhindern. Die Frau startete dennoch ihren Pickup und fuhr ruckartig auf den Polizisten zu. Obwohl dieser reflexartig nach rechts ausgewichen war, wurde er noch von der Front des Fahrzeuges erfasst. Er blieb unverletzt. In der Folge beschleunigte die Schweizerin ihr Fahrzeug und fuhr in Richtung Höchst Zentrum davon.

Polizei nimmt Verfolgungsjagd auf

Die Polizeibeamten nahmen daraufhin unverzüglich die Verfolgung der Flüchtenden auf und konnten das Fahrzeug im Ortsgebiet von Fussach in Fahrtrichtung Hard wieder feststellen. Trotz mehrfachen, deutlichen Anhaltezeichen mit Blaulicht und Sirene blieb die Lenkerin nicht stehen. Auch als die Beamten das Dienstfahrzeug mehrfach auf gleiche Höhe lenken konnten und der Lenkerin weitere Anhaltezeichen durch Handzeichen gaben, setzte diese ihre Fahrt fort und reagierte nicht. Erst in Hard, an der Kreuzung L 202 / Landstrasse blieb die Lenkerin an der roten Ampel stehen. Die Beamten stellten daraufhin das Polizeiauto quer vor das Auto der Schweizerin um ein erneutes Flüchten zu verhindern. Die Frau blieb bei geschlossenen Fensterscheiben sitzen und reagierte auf die Ansprache der Beamten, die Fahrzeugtüre zu öffnen und auszusteigen, vorerst nicht. Erst nach einigen Minuten öffnete sie schliesslich die Tür.

In der Folge wurde sie von den Beamten vorläufig festgenommen. Nach einer Befragung und Klärung des Sachverhaltes wurde sie wieder auf freien Fuss gesetzt. Die Frau wird wegen des Verdachtes des Widerstandes gegen die Staatsgewalt, an die Staatsanwaltschaft Feldkirch sowie wegen mehreren begangenen Verwaltungsübertretungen an die Bezirkshauptmannschaft Bregenz zur Anzeige gebracht.

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