«Tote Katzen über tote Katzen» - Frau in Miami hortet Katzen in Wohnung und lässt sie verhungern
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«Tote Katzen über tote Katzen»Frau in Miami hortet Katzen in Wohnung und lässt sie verhungern

364 Tage ins Gefängnis – so lautet das Urteil gegen eine 56-jährige Frau aus Florida. Sie sammelte Katzen und liess sie brutal in ihrer Wohnung verenden.

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Diese Frau sperrte mehrere Katzen bei sich Zuhause ein. Heftiger Gestank führte die Polizei schliesslich vor drei Jahren zu der Wohnung. 

Diese Frau sperrte mehrere Katzen bei sich Zuhause ein. Heftiger Gestank führte die Polizei schliesslich vor drei Jahren zu der Wohnung.

Miami-Dade County
Dort fanden die Ermittler laut dem Zeitungsbericht abgemagerte und unterernährte Katzen vor – und auch einige Knochen. 

Dort fanden die Ermittler laut dem Zeitungsbericht abgemagerte und unterernährte Katzen vor – und auch einige Knochen.

Miami-Dade State Attorney's Office

Darum gehts

  • Eine 56-jährige Frau aus Miami musste sich wegen Tierquälerei vor Gericht verantworten.

  • Sie hielt mehrere Katzen unter miserablen Bedingungen bei sich gefangen.

  • Die Polizei wurde durch den Gestank auf den Missstand aufmerksam.

In Florida ist eine Frau in einem extremen Fall von Animal Hoarding wegen Tierquälerei zu 364 Tagen Haft verurteilt worden. Die selbsternannte Tierretterin hatte Katzen auf der Strasse eingesammelt und sie dann in ihrer Wohnung verhungern lassen. Die 56-Jährige bekannte sich schuldig und darf nun keine Tiere mehr halten, wie die Zeitung «Miami Herald» berichtete. «Sie müssen sich von Tierrettungsorganisationen fernhalten», wies Bezirksrichter Alberto Milian die Angeklagte am Montag an.

Die Frau fütterte des Nachts streunende Katzen und Kater und begann, sie in ihre kleine Wohnung mitzunehmen. Nachbarn berichteten, sie hätten die Katzen oft am Fenster kratzen und schreien gehört, die Frau aber nie gesehen. Heftiger Gestank führte die Polizei schliesslich vor drei Jahren zu der Wohnung.

Katzen frassen sich gegenseitig auf

Dort fanden die Ermittler laut dem Zeitungsbericht abgemagerte und unterernährte Katzen vor, zudem Knochen, die darauf hindeuteten, dass einige Katzen ihre Artgenossen auffrassen. Eine Ermittlerin sagte 2018 aus, sie habe «tote Katzen über tote Katzen über tote Katzen» gesehen. Allem Anschein nach seien sie bereits Monate zuvor gestorben gewesen. Es sei unmöglich, dass die Angeklagte davon nichts bemerkt habe.

In der Wohnung fanden die Ermittler auch jede Menge Tüten und Dosen mit Katzenfutter, mit dem die Angeklagte die Tiere aber nicht versorgte. «Ich kann kaum glauben, wie Menschen so grausam sein können», sagte der Richter. Die Katzen hätten gelitten. Die Angeklagte weinte und sagte: «Ich weiss, dass sie das taten.» Animal Hoarding gilt als krankhaftes Sammeln von Tieren.

Du weisst von einem Tier in Not?

Hier findest du Hilfe:

Feuerwehr, Tel. 118 (Tierrettung)

Polizei, Tel. 117 (bei Wildtieren)

Tierrettungsdienst, Tel. 044 211 22 22 (bei Notfällen)

Schweizerische Tiermeldezentrale, wenn ein Tier entlaufen/zugelaufen ist

Stiftung für das Tier im Recht, für rechtliche Fragen

GTRD, Grosstier-Rettungsdienst, Tel. 079 700 70 70 (Notruf)

Schweizerische Vogelwarte Sempach, für Fragen zu Wildvögeln, Tel. 041 462 97 00

Tierquälerei:

Meldung beim kantonalen Veterinäramt oder beim Schweizer Tierschutz (anonym möglich)

(DPA/kat)

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