Aktualisiert 29.06.2016 11:55

Microsoft muss zahlenFrau klagt wegen Windows 10 – erhält 10'000 Dollar

Microsoft steht schon länger in der Kritik, weil es Windows-Nutzer praktisch zum Update auf Version 10 nötigt. Nun hat sich eine Frau erfolgreich gewehrt.

von
jcg
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So wird Windows 10 aussehen, wenn man es denn installieren möchte. Herunterladen tut es sich hingegen auch ohne Zustimmung.

So wird Windows 10 aussehen, wenn man es denn installieren möchte. Herunterladen tut es sich hingegen auch ohne Zustimmung.

Keystone
Bis zu sechs GB Daten können sich von selbst auf den Rechner laden, bevor der Nutzer aufgefordert wird, Windows 10 zu installieren. Das gestand Microsoft gegenüber dem britischen Online-Fachmagazin «The Inquire» ein.

Bis zu sechs GB Daten können sich von selbst auf den Rechner laden, bevor der Nutzer aufgefordert wird, Windows 10 zu installieren. Das gestand Microsoft gegenüber dem britischen Online-Fachmagazin «The Inquire» ein.

Besonders mühsam ist das für Nutzer, die nur über wenig Speicherplatz auf ihrem Rechner oder keine Internet-Flatrate verfügen.

Besonders mühsam ist das für Nutzer, die nur über wenig Speicherplatz auf ihrem Rechner oder keine Internet-Flatrate verfügen.

/Bloomberg

Wer einen PC oder einen Laptop mit Windows 7 oder 8.1 besitzt, kennt das: Seit Monaten versucht sich Windows 10 automatisch zu installieren, ob man nun will oder nicht. Und das wird noch rund einen Monat so weitergehen. Dann läuft das Gratis-Update-Programm aus.

Für Teri Goldstein, die in Kalifornien ein Reisebüro führt, hatte dieses automatische Update unangenehme Folgen. Ihr Computer startete den Download und versuchte dann, das neue Betriebssystem zu installieren – ohne dass sie ihr Okay gegeben hatte.

Kein Support von Microsoft

Die Installation schlug fehl und als Konsequenz wurde ihr PC sehr langsam und stürzte dauernd ab. «Ich hatte noch nie von Windows 10 gehört», sagte sie der «Seattle Times». «Niemand hat mich je gefragt, ob ich updaten wolle.» Für Goldstein eine unhaltbare Situation. Schliesslich brauchte sie den Computer für ihre Arbeit. Der Microsoft-Support war keine Hilfe.

Und so verklagte sie den Konzern kurzerhand auf einen neuen Computer und Verdienstausfall. Und sie gewann: Letzten Monat liess Microsoft die Berufung fallen und zahlte Goldstein 10'000 Dollar.

Microsoft erklärte, man sei sich keiner Schuld bewusst, habe aber eingelenkt, um Gerichtskosten zu sparen. Unklar ist, was Microsoft tun wird, sollten sich andere User ebenfalls entschliessen zu klagen.

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