23.09.2019 19:01

Erster Schweizer VerdachtsfallFrau leidet nach E-Zigis an Lungenproblemen

Die Zahl der Erkrankungen nach dem Konsum von E-Zigaretten in den USA steigt immer weiter an. Nun vermuten Lungenärzte einen ersten Fall in der Schweiz.

von
scl
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Zurzeit sind in den USA rund 900 Fälle dokumentiert, in denen Menschen im Zusammenhang mit dem Konsum von E-Zigaretten lungenkrank geworden sind.

Zurzeit sind in den USA rund 900 Fälle dokumentiert, in denen Menschen im Zusammenhang mit dem Konsum von E-Zigaretten lungenkrank geworden sind.

iStock/vm
Sie alle hatten zuvor E-Zigaretten konsumiert. Viele der Betroffenen hatten Liquids mit dem psychoaktiven Cannabis-Wirkstoff THC konsumiert.

Sie alle hatten zuvor E-Zigaretten konsumiert. Viele der Betroffenen hatten Liquids mit dem psychoaktiven Cannabis-Wirkstoff THC konsumiert.

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Acht Menschen verstarben in der Folge sogar. Trotzdem ist bislang unklar, was genau die Gesundheitsprobleme auslöst.

Acht Menschen verstarben in der Folge sogar. Trotzdem ist bislang unklar, was genau die Gesundheitsprobleme auslöst.

iStock/Marako85

Über 900 Fälle von schweren Lungenschäden sind in den USA bekannt, die mutmasslich mit dem Konsum von E-Zigaretten im Zusammenhang stehen. Nun ist ein erster Fall in der Schweiz aufgetaucht, wie SRF berichtet.

Bei der erkrankten Patientin handelt es sich um eine 44-jährige Frau, die im Januar 2019 mit schweren Atemproblemen notfallmässig ins Kantonsspital Winterthur eingewiesen wurde. Die Frau rauchte E-Zigaretten.

Befunde stimmen überein

Sie habe bei kleinster Belastung schwere Atemnot, Auswurf und eine sehr, sehr schlechte Lungenfunktion gehabt, so der behandelnde Lungenarzt. Man habe allerdings ein sehr frühes Stadium erwischt und den Auslöser stoppen können. Eine «dramatische Weiterentwicklung» habe so verhindert werden können.

Wie der Arzt laut Bericht weiter sagte, stimmen die Befunde mit den Fällen in den USA überein – die Patientin erfülle die meisten Kriterien.

Offiziell bestätigt, wie in den USA, ist der Fall in der Schweiz allerdings nicht. Zudem gibt es hierzulande kein Register, in dem Verdachtsfälle registriert werden. Wie SRF schreibt, fordern Schweizer Lungenärzte nun ein solches Register.

Aromastoffe unter Verdacht

Welche Inhaltsstoffe in der E-Zigarette für Schäden sorgen, ist bislang unklar. Die Schweizer Patientin rauchte ein nikotinfreies Produkt mit Aromastoffen aus dem regulären Schweizer Handel.

Auch wenn gewisse Aromastoffe unter Verdacht stehen, Ursache für Lungenschäden zu sein: In den USA stehen vorwiegend privat hergestellte cannabishaltige Öle im Fokus der Untersuchungen.

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