Wimmis: Frau muss mal – und löst Waldbrand aus

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Wimmis BEFrau muss mal beim Klettern und löst Waldbrand aus – jetzt muss sie bezahlen

Weil sie ihre Taschentücher verbrannte, löste eine Frau aus dem Kanton Bern einen Waldbrand aus. Nun wurde sie verurteilt.

von
Lucas Orellano
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Hier brach der Brand aus: Der Klettergarten Steinbruch Burgfluh in Wimmis.

Hier brach der Brand aus: Der Klettergarten Steinbruch Burgfluh in Wimmis.

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Auf Anfrage sagte die Frau, sie sei gleichzeitig mit rund 15 anderen Personen im Steinbruch Burgfluh bei Wimmis klettern gewesen.

Auf Anfrage sagte die Frau, sie sei gleichzeitig mit rund 15 anderen Personen im Steinbruch Burgfluh bei Wimmis klettern gewesen.

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Die Staatsanwaltschaft verurteilte sie zu einer bedingten Geldstrafe von 24 Tagessätzen zu je 130 Franken, total 3120 Franken. Bezahlen muss sie eine Verbindungsbusse von 780 Franken, sowie 500 Franken Gebühren – also insgesamt 1280 Franken.

Die Staatsanwaltschaft verurteilte sie zu einer bedingten Geldstrafe von 24 Tagessätzen zu je 130 Franken, total 3120 Franken. Bezahlen muss sie eine Verbindungsbusse von 780 Franken, sowie 500 Franken Gebühren – also insgesamt 1280 Franken.

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Darum gehts

  • Eine Bernerin wollte im Wald keinen schlecht abbaubaren Abfall zurücklassen und verbrannte darum ihre Taschentücher.

  • 50 Quadratmeter Wald brannten ab. Nur mit Mühe konnte ein grösserer Waldbrand verhindert werden.

  • Die Frau wurde zu einer bedingten Geldstrafe von 3120 Franken verurteilt. Bezahlen muss sie Bussen und Gebühren in der Höhe von 1280 Franken.

Im März 2022 schrammte das Simmental im Berner Oberland nur knapp an einem grösseren Waldbrand vorbei. Der beherzte Einsatz von rund 15 Sportkletterern und -kletterinnen, die das Feuer bis zum Eintreffen der Feuerwehr eindämmten, verhinderte Schlimmeres. 

Was ist passiert? Ein Strafbefehl gibt Aufschluss. Eine Frau aus dem Kanton Bern wurde von der Staatsanwaltschaft kürzlich wegen fahrlässigen Verursachens einer Feuersbrunst für schuldig erklärt. Sie hatte im Wald bei Wimmis BE «ihre Notdurft» verrichtet und «entzündete die benutzten Papiertaschentücher zur Vernichtung mittels Feuerzeug an, wodurch sich die rundherum liegenden und trockenen Blätter entzündeten», wie es im Strafbefehl heisst.

50 Quadratmeter bei Wimmis abgebrannt

Das Feuer wurde rasch grösser. Es entstand eine Rauchentwicklung und die Flammen erreichten drei Stämme von umliegenden Bäumen, rapportiert die Staatsanwaltschaft weiter. Total brannten rund 50 Quadratmeter ab.

Auf Anfrage sagte die Frau, sie sei gleichzeitig mit rund 15 anderen Personen im Steinbruch Burgfluh bei Wimmis klettern gewesen. Sie habe auf die Toilette gemusst. Um keinen schlecht abbaubaren Abfall zurückzulassen, habe sie die Nastüechli verbrannt. Im März 2022 galt noch kein Feuerverbot im Wald.

Als sie merkte, dass sie beim Abbrennen ein Feuer ausgelöst hatte, versuchte sie sofort, es zu löschen. Sie verständigte sofort die anderen Kletterinnen und Kletterer und alarmierte die Feuerwehr. 

15 Kletterer prügeln auf Feuer ein

Es habe rund 40 Minuten gedauert, bis diese eingetroffen sei. In dieser Zeit kämpften die Sportlerinnen und Sportler mit vereinten Kräften gegen die Ausbreitung des Feuers. Man habe das ganze Trinkwasser zum Löschen verwendet. Als das nicht mehr reichte, mit Ästen und kleinen Holzstämmen auf den Brandherd eingeprügelt, um das Feuer zu ersticken. Die Feuerwehr löschte es schliesslich ganz.

Zwei Bäume müssten nun allenfalls gefällt werden, zudem habe der Feuerwehreinsatz rund 7400 Franken gekostet. Weiter nahm die Frau gegenüber 20 Minuten keine Stellung.

Die Staatsanwaltschaft verurteilte sie zu einer bedingten Geldstrafe von 24 Tagessätzen zu je 130 Franken, total 3120 Franken. Bezahlen muss sie eine Verbindungsbusse von 780 Franken, sowie 500 Franken Gebühren – also insgesamt 1280 Franken.

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