Trotz Termin - Frau muss wegen Walk-ins eine Stunde auf Impfung warten
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Trotz TerminFrau muss wegen Walk-ins eine Stunde auf Impfung warten

Als sich eine Leserin im Inselspital impfen lassen wollte, boten sich ihr Szenen «wie bei einem Festival». Die Wartenden standen bis auf die Strasse.

von
Céline Meisel
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«Es waren Szenen wie auf Festivals oder Flughäfen», beschreibt eine Leserin die Szenerie vor dem Impfzentrum.

«Es waren Szenen wie auf Festivals oder Flughäfen», beschreibt eine Leserin die Szenerie vor dem Impfzentrum.

20min/News-Scout
Die Menschen standen bis auf die Strasse. 

Die Menschen standen bis auf die Strasse.

Tamedia AG
Einige Personen verliessen die Warteschlange sogar. 

Einige Personen verliessen die Warteschlange sogar.

Tamedia AG

Darum gehts

  • Eine Frau musste trotz gebuchtem Impftermin wegen Walk-ins lange auf ihren Termin warten.

  • Walk-ins und reguläre Buchungen wurden im Inselspital bis anhin nicht getrennt.

  • Das Inselspital ist sich des Problems bewusst – und hat nun Massnahmen getroffen.

Als sich eine Leserin vor einigen Tagen zum zweiten Mal impfen lassen wollte, war sie überrascht: Es hatte sich eine lange Schlange vor und im Impfzentrum des Berner Inselspitals gebildet. Wie auch auf «Festivals oder Flughäfen» waren vor dem Eingang Metallabsperrungen aufgestellt. «Die Leute standen fast bis auf die Strasse», sagt die Frau. «Es waren sicher an die 100 Personen.»

Die Leserin ärgerte sich, weil sie extra einen Termin vereinbart hatte. Doch im Inselspital wurden Walk-ins und Impftermine bis anhin gleich behandelt – was zuweilen zu langen Wartezeiten führte. Schlussendlich habe sie knapp eine Stunde warten müssen, sagt sie. Eine Mitarbeiterin habe ihr gesagt, dass es ihnen nicht erlaubt sei, die Wartenden in Walk-ins und Personen mit einem Impftermin aufzuteilen. «Das finde ich einfach skandalös.»

Nach einer Weile sei ihr «der Kragen geplatzt». Sie habe sich beim Personal über die Wartezeit beschwert und gesagt, dass sie es pressant habe. Für die Bernerin ist klar: «So eine Situation schafft einfach keinen Anreiz. Menschen wie ich haben sich zum Impfen aufgerafft und dann das. Einige gingen sogar aus der Schlange, weil sie merkten, dass es ewig gehen würde.»

Inselspital gelobt Besserung

Das Inselspital ist sich des Problems bewusst – und hat nun Massnahmen getroffen: «Seit Montag trennen wir die Wege für Walk-ins und für Angemeldete. Die Walk-ins werden nun zuerst in einen separaten Bereich zur Registrierung geleitet», teilt Daniel Saameli, Mediensprecher der Insel Gruppe, auf Anfrage mit.

Um Situationen wie jene der Leserin zu vermeiden, wird das Inselspital künftig zudem mehr reguläre Termine freischalten und zusätzliches Personal rekrutieren. Saameli verspricht: «Innert ein bis zwei Wochen werden wir mehr Personal einsetzen können.»

Seit der Bundesrat am letzten Mittwoch die Zertifikatspflicht ausgeweitet hat, gibt es schweizweit einen starken Andrang auf Impfzentren. Zahlreiche Personen, die sich bislang aus diversen Gründen nicht haben impfen lassen, holen dies nun nach.

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