Aktualisiert 28.03.2014 09:58

Frisch verheiratet

Frau schubst Ehemann in den Tod – 30 Jahre Haft

Acht Tage nach der Hochzeit fällt ein Ehemann aus Montana von einer Klippe – geschubst von seiner Frau. Die 22-Jährige geht nun lange in den Knast, ohne Chance auf Bewährung.

Eine Ehefrau stürzte ihren Mann kurz nach der Hochzeit von einer Klippe – und muss nun für 30 Jahre hinter Gitter.

Eine Ehefrau stürzte ihren Mann kurz nach der Hochzeit von einer Klippe – und muss nun für 30 Jahre hinter Gitter.

Täterin Jordan Graham habe keine Reue über ihre Tat gezeigt, erklärte Richter Donald Molloy am Donnerstag im US-Staat Montana. Zudem verurteilte er die 22-Jährige zu 16'910 Dollar (rund 12 280 Euro) Schmerzensgeld. Nach ihrer Entlassung wird Graham überdies fünf Jahre überwacht, eine Chance auf Bewährung hat sie nicht.

Wie die Staatsanwaltschaft erklärte, lockte Graham ihren Mann Cody Johnson im Juli 2013 nach acht Tagen Ehe auf eine Klippe im Glacier Park in Montana und schubste ihn herunter. Nach der Tat habe sie wiederholt Ermittler angelogen und versucht, das Verbrechen zu vertuschen.

Graham selbst sagte aus, sie habe ihren Bräutigam mit ihren Zweifeln darüber konfrontieren wollen, ob der Gang in die Ehe richtig gewesen sei. Das Paar sei einen Abhang hinuntergeklettert. Es sei zum Streit gekommen. Irgendwann habe ihr Mann sie am Arm gepackt, woraufhin sie ärgerlich geworden sei und ihm einen Stoss versetzt habe. Dann sei sie in Panik in ihr Haus gefahren. Sie sei unter Schock gestanden. Am nächsten Tag wurde Johnson vermisst gemeldet, weil er nicht zur Arbeit erschien. Graham sagte Ermittlern zunächst, ihr Mann habe das Haus am Vortag mit unbekannten Freunden verlassen.

Keine Drogen im Spiel

Die Staatsanwalt warf Graham jedoch Berechnung vor. Sie sei einfach vom Tatort weggefahren, ohne nachzusehen, ob Johnson den Sturz überlebt habe. Und dass keine Drogen oder Alkohol im Spiel waren, bedeute, dass die Angeklagte «sehr klar dachte», sagte Generalstaatsanwalt Kris Mclean. Zudem legte die Anklage Dutzende SMS-Nachrichten vor, die Graham mit einer Freundin aus der Kirche ausgetauscht hatte. Daraus geht hervor, wie nervös und verzweifelt die Angeklagte wegen ihrer bevorstehenden Hochzeit war.

Auch Richter Molloy zweifelte die Aussagen Grahams an. «Es gibt nur eine Person in diesem Raum, die weiss, was passierte, und ich glaube nicht, dass sie ehrlich ist», sagte er. (sda)

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