Mordprozess: Frau sollte Killer entlasten – und dann sterben
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MordprozessFrau sollte Killer entlasten – und dann sterben

Ein Amerikaner hat 2006 seine erste Frau getötet. Dafür steht er nun vor Gericht. Seine zweite Frau zwang er zu einer Falschaussage – dann sollte auch sie sterben.

von
hae
Lonnie Loren Kocontes muss sich wegen Mord und Anstiftung zum Mord vor Gericht verantworten.

Lonnie Loren Kocontes muss sich wegen Mord und Anstiftung zum Mord vor Gericht verantworten.

Es klingt wie aus einem Psychothriller: Lonnie Loren Kocontes (57) aus Kalifornien hat im Jahr 2006 seine Frau bei einer Kreuzfahrt erwürgt und über Bord geworfen. Zwei Tage später wurde ihre Leiche vor der italienischen Küste gefunden. Kocontes war zu diesem Zeitpunkt bereits wieder in den USA, veräusserte die Besitztümer seiner Frau und plünderte ihre Konten.

Kurz darauf lernte er eine neue Frau kennen, die später zu seiner zweiten Ehefrau wurde. 2006 musste sie vor Gericht eine Aussage zum Vorfall auf dem Kreuzfahrtschiff machen.

Aus der Zelle die Falschaussage diktiert

Als Kocontes im Jahr 2013 für den mutmasslichen Mord an seiner ersten Frau angeklagt wurde und hinter Gitter wanderte, wurde Frau Nummer 2 erneut zu den Vorfall befragt. Diesmal klang ihre Geschichte jedoch anders. Aus gutem Grund: Sie wurde genötigt, eine Falschaussage zu machen. Kocontes hatte es mit Hilfe zweier Mithäftlinge geschafft, ihr einen Brief mit der Falschaussage zukommen zu lassen.

Kocontes verlangte neben der Nötigung zur Falschaussage auch noch, dass seine beiden Komplizen seine Frau töten sollen, schreibt die «LA Times». Einer der beiden Mithäftlinge erzählte die Geschichte seinem Anwalt, weswegen das Ganze aufflog.

Elf weitere Jahre?

Der erste Mord hätte bereits zu einer lebenslangen Haftstrafe geführt – durch die neuerlichen Anschuldigungen der Anwaltschaft wird Kocontes wohl weitere elf Jahre und acht Monate aufgebrummt bekommen.

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