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Strafverfahren eröffnetFrau stach 27-mal auf ihren Partner ein

Während ein Mann in seinem Bett schlief, stach seine Frau mehrfach mit einem Küchenmesser auf ihn ein. Anschliessend verletzte sie sich selbst. Das Verfahren gegen sie läuft.

In Seengen stach eine Frau mit einem Küchenmesser auf ihren Lebenspartner ein.

In Seengen stach eine Frau mit einem Küchenmesser auf ihren Lebenspartner ein.

Eine 63-jährige Frau, die im Frühling 2013 in Seengen AG mit einem Küchenmesser mehrfach auf ihren Lebenspartner eingestochen hatte, ist wegen versuchter vorsätzlicher Tötung angeklagt worden. Die Staatsanwaltschaft fordert für die Schweizerin eine Freiheitsstrafe von fünf Jahren.

Das Bezirksgericht Lenzburg soll zudem eine ambulante therapeutische Massnahme anordnen, wie die Aargauer Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilte. Der Frau wird vorgeworfen, in der Nacht auf den 23. März 2013 mit einem Küchenmesser auf ihren im Bett schlafenden Lebenspartner eingestochen zu haben.

Der 60-Jährige erwachte durch die Messerstiche. Er konnte das Messer aus der Hand der Frau lösen und sich damit ins Badezimmer des Einfamilienhauses begeben. Dort brach er ohnmächtig zusammen.

27 Schnittverletzungen

Der Schweizer kam wieder zu sich – und die Frau stach erneut mit einem Messer zu. Später rief die Frau die Ambulanz. Danach ging sie in die Küche und fügte sich dort mit einem weiteren Messer selber Stiche und Schnitte zu, wie die Ermittlungen ergaben. Der Mann und die Frau mussten ins Spital.

Die Frau hatte dem Mann insgesamt 27 Schnitt- und Stichverletzungen zugefügt. Einige dieser Verletzungen waren laut Staatsanwaltschaft lebensgefährlich. Die Schuldfähigkeit der Frau war zur Tatzeit in schwerem Grade vermindert, wie ein psychiatrisches Gutachten ergab. Wann der Prozess am Bezirksgericht Lenzburg stattfindet, ist offen. (sda)

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