Aktualisiert 11.10.2005 10:01

Frau stürzte vor der Polizei aus einem Fenster

Eine 31-jährige Frau ist vom dritten Stock einer Wohnung im Zürcher Stadtkreis 3 auf die Strasse gestürzt, als sie sich der polizeilichen Festnahme entziehen wollte.

Sie wurde nach dem Zehn-Meter-Sturz in kritischem Zustand ins Spital gebracht, wie die Zürcher Stadtpolizei mitteilte.

Zwei Polizisten der Fachgruppe Ausländerbelange und eine Detektivin hatten kurz nach 07.00 Uhr bei einer angolanischen Familie an der Wohnungstüre geläutet, wie die Stadtpolizei schreibt. Die zivil gekleideten Polizisten hätten die Aufgabe gehabt, die 31-jährige Frau und deren 17-jährige Tochter für eine Befragung im Rahmen der Reisepapierbeschaffung dem Bundesamt für Migration in Bern polizeilich zuzuführen, nachdem deren Asylgesuch abgelehnt worden war. Als sich die Beamten an der geöffneten Wohnungstüre als Beamte zu erkennen gegeben hätten, sei die Frau in einem Zimmer verschwunden.

Während die Polizisten im dunklen Eingangsbereich der Wohnung nach dem Lichtschalter suchten, hätten sie Stimmen aus dem Raum gehört, in den die Frau verschwunden war. Die Polizistin habe in dem Zimmer Nachschau gehalten und dabei gerade noch realisiert, wie die Tochter vergeblich versuchte, ihre Mutter festzuhalten, die sich an einer Stange an der Aussenfassade unterhalb des offenen Fensters fest klammerte. Die Mutter habe offenbar durch das Fenster zu entkommen versucht und sei dabei rund zehn Meter tief auf das Trottoir gestürzt. Sie sei von Rettungssanitätern in ansprechbarem, aber kritischem Zustand ins Spital gebracht worden. Der Ehemann, der sich zum Zeitpunkt des Vorfalls schlafend in einem Nebenraum der Wohnung aufgehalten hatte, begleitete die Frau ins Spital. Die Tochter wurde polizeilich befragt. (dapd)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.