Bungee-Jump in Kolumbien - Frau versteht Anweisung falsch und springt ungesichert in den Tod
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Bungee-Jump in KolumbienFrau versteht Anweisung falsch und springt ungesichert in den Tod

Beim Viadukt von Amagá in Kolumbien hat sich ein tragisches Unglück ereignet: Eine 25-Jährige machte einen Bungee-Jump, obwohl sie noch nicht gesichert war. Die Frau hatte den Guide falsch verstanden.

von
Karin Leuthold
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Eine Kolumbianerin sprang beim Viadukt von Amagá im Norden Kolumbiens ungesichert in den Tod, weil sie gemeint hatte, der Guide habe ihr das Ok dafür gegeben.

Eine Kolumbianerin sprang beim Viadukt von Amagá im Norden Kolumbiens ungesichert in den Tod, weil sie gemeint hatte, der Guide habe ihr das Ok dafür gegeben.

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Das Missverständnis kostete Yecenia Morales das Leben: Sie starb nicht nur an den Folgen ihrer Verletzungen, sondern soll auch kurz vor dem Aufprall einen Herzinfarkt erlitten haben.

Das Missverständnis kostete Yecenia Morales das Leben: Sie starb nicht nur an den Folgen ihrer Verletzungen, sondern soll auch kurz vor dem Aufprall einen Herzinfarkt erlitten haben.

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Dabei hatte der Mitarbeiter ihren Freund gemeint, der bereits gesichert war.

Dabei hatte der Mitarbeiter ihren Freund gemeint, der bereits gesichert war.

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Darum gehts

  • Eine 25-jährige Kolumbianerin verstand eine Anweisung beim Bungee-Jump falsch.

  • Sie sprang ohne Seil von einem Viadukt und starb.

  • Der Unfall passierte vor den Augen ihres Freundes, der Mann steht unter Schock.

Eine 25-jährige Kolumbianerin stürzte bei einem Bungee-Jump in den Tod, nachdem sie die Anweisung des Guides missverstanden hatte. Anstatt ihr das Ok für den Sprung zu geben, hatte der Mitarbeiter ihren Freund gemeint. In ihrer Verwirrung sprang Yecenia Morales ungesichert von der Plattform.

Das Unglück ereignete sich laut der kolumbianischen Zeitung El Tiempo vergangenen Sonntag. Morales und ihr Freund hatten einen Ausflug nach Amagá im Norden Kolumbiens unternommen. Das Amagá-Viadukt ist ein beliebter Bungee-Spot.

Sie erlitt vermutlich bereits vor dem Aufprall einen Herzinfarkt

Als sich das Paar der Plattform näherte, um mit dem Gummiseil 50 Meter in die Tiefe zu springen, wurde Morales' Freund zuerst von einem Mitarbeiter der lokalen Firma bereit gemacht. Als er schon an der Sicherheitsausrüstung befestigt war, erhielt er vom Guide das Signal, dass er nun springen könne. Yecenia Morales verstand aber die Anweisung falsch und sprang selber kopfüber in die Tiefe.

Ihr Freund eilte Morales zu Hilfe und entdeckte sie im Tal unter dem Viadukt. Seine Wiederbelebungsmassnahmen blieben jedoch erfolglos. Morales starb laut Autopsie nicht nur an den Folgen ihrer Verletzungen, sie soll auch kurz vor dem Aufprall einen Herzinfarkt erlitten haben.

Ihr Freund steht unter Schock. Er wird zudem wegen der Wunden behandelt, die er sich zugezogen hat, als er überstürzt ins Tal hinunterkletterte. Der Bürgermeister der Gemeinde Fredonia, Gustavo Guzmán, erklärte, dass es sich beim Unfall um ein Missverständnis gehandelt habe. «Sie war verwirrt», meinte Guzmán.

Dennoch haben die Behörden eine Untersuchung eingeleitet. In der Gegend gibt es schon länger Meldungen, wonach zwei Unternehmen Bungee-Jumps anbieten, ohne die dazu nötige Lizenz zu haben.

Trauerst du oder trauert jemand, den du kennst?

Hier findest du Hilfe:

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen

Muslimische Seelsorge, Tel. 043 205 21 29

Lifewith.ch, für betroffene Geschwister

Verein Regenbogen Schweiz, Hilfe für trauernde Familien

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Pro Senectute, Beratung älterer Menschen in schwierigen Lebenssituationen

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