Frau von Eiszapfen erschlagen
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Frau von Eiszapfen erschlagen

Tragödie in den Bündner Alpen: Eine Eiskletterin wurde von einem Eiszapfen getroffen. Trotz Reanimationsversuchen von Begleitern und Rettungssanitätern verstarb die Frau.

Die 47-jährige Touristin aus dem Ausland bestieg gestern Vormittag zusammen mit einer Klettergruppe den unter Insidern sehr beliebten Wasserfall bei Campsut im bündnerischen Avers.

Alles verlief reibungslos – die Sportler beendeten gegen 13 Uhr das Klettern und befanden sich am Fusse des zirka 100 Meter hohen, gefrorenen Wasserfalls auf 1670 Meter über Meer, als sich ein Eiszapfen löste und die Frau traf. Sie erlitt so schwere Verletzungen, dass sie trotz Reanimation durch die Gruppenmitglieder und später durch den Notfallarzt noch auf der Unfallstelle verstarb. Die Frau trug nach Angaben von Rega-Sprecher Walter Stünzi zum Zeitpunkt des Unfalls noch ihren Helm.

Wie konnte es zum Unglück kommen? Gemäss Stünzi kann nur gemutmasst werden – den Einfluss der Mittagssonne erachtet er aber als «nicht unwahrscheinlich». Die Bündner Kantonspolizei sah sich gestern ausser Stande, sich zum Vorfall zu äussern und stellte Informationen für heute Montag in Aussicht.

Die Rega-Mitarbeiter waren gestern aussergewöhnlich stark gefordert – von total 124 Einsätzen flog die Rettungsflugwacht deren 84 für verletzte Wintersportler.

Andy Fischer

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