17.07.2016 14:21

Streit in Kloten ZHFrau von Nachbar in der Waschküche eingesperrt

Weil sie nach 22 Uhr noch wäscht, wird eine Frau von einem Nachbarn in der Waschküche eingesperrt. Als der Streit eskaliert, muss sogar die Polizei einschreiten und schlichten.

von
jen
Die Polizei musste mit drei Streifenwagen den Streit schlichten.

Die Polizei musste mit drei Streifenwagen den Streit schlichten.

Leser-Reporter

Nachbarstreits wegen der Waschküche sind ein Klassiker. Dass deswegen aber die Polizei ausrücken muss, kommt eher selten vor. So geschehen am Samstag in einem Mehrfamilienhaus in Kloten. Laut Augenzeugen wusch eine Frau nach 22 Uhr ihre Wäsche. Dies verärgerte einen Nachbarn so sehr, dass er die Türe zur Waschküche abschloss. Ein Anwohner bemerkte die Hilfeschreie der Dame: «Die ist total ausgeflippt. Ich wohne auf der anderen Strassenseite, habe aber trotzdem alles gehört», sagt er.

Er und andere Nachbarn seien daraufhin zur Waschküche gegangen und hätten die Tür eingetreten, um die Frau zu befreien. «Danach hat die Frau einen Besen geschnappt, ging zum Nachbar hoch, der sie eingesperrt hatte und probierte mit aller Wucht seine Wohnungstür mit dem Besen einzuschlagen», berichtet der Augenzeuge weiter. Dabei sei sogar der Besen kaputt gegangen.

«Die Frau ging seelenruhig weiter waschen»

Weil der Mann aber nicht öffnete, rief die verärgerte Frau die Polizei an. Es kamen zwei Streifenwagen angefahren. Später sei noch ein Dritter eingetroffen, so der Augenzeuge. Sechs Polizisten probierten die Lage zu entspannen. «Zwei sprachen mit der Frau, zwei mit dem Mann und zwei standen im Treppenhaus.»

Die Kantonspolizei Zürich bestätigt auf Anfrage den Polizeieinsatz wegen des Streits unter den Nachbarn. «Es kam zu Beleidigungen und Sachschaden», sagt Sprecherin Cornelia Schuoler. Jedoch sei niemand gegen dessen Willen festgehalten worden.

Etwa zweieinhalb Stunden nach dem Ausbruch des Streits hat sich die Lage, gemäss dem Anwohner, beruhigt. «Die Frau ging seelenruhig weiter waschen.»

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