Kanton St. Gallen: Frau will Tankstelle ausrauben und flüchtet mit Red-Bull-Dose
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Kanton St. GallenFrau will Tankstelle ausrauben und flüchtet mit Red-Bull-Dose

Eine Frau aus dem Kanton St. Gallen wurde per Strafbefehl verurteilt, weil sie versuchte, eine Tankstelle auszurauben. Sie wurde aus dem Laden gejagt und erbeutete nur einen Energy Drink.

von
Leo Butie
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Eine Frau aus dem Kanton St. Gallen wollte eine Tankstelle ausrauben. Sie entkam lediglich mit einer Dose Red Bull.

Eine Frau aus dem Kanton St. Gallen wollte eine Tankstelle ausrauben. Sie entkam lediglich mit einer Dose Red Bull.

20Min/leo
Die St. Gallerin betrat den Shop mit einem Strumpf über dem Kopf und mit einem Sackmesser bewaffnet. (Symbolbild)

Die St. Gallerin betrat den Shop mit einem Strumpf über dem Kopf und mit einem Sackmesser bewaffnet. (Symbolbild)

20min/Matthias Spicher
Nun wurde sie per Strafbefehl verurteilt. Das Red Bull wird, wie die Staatsanwaltschaft schreibt, dem Shop zurückgegeben.

Nun wurde sie per Strafbefehl verurteilt. Das Red Bull wird, wie die Staatsanwaltschaft schreibt, dem Shop zurückgegeben.

20Min/leo

Darum gehts

Eine St. Gallerin wollte im März 2022 eine Tankstelle in Wil SG ausrauben. Mit Sackmesser und Pfefferspray bewaffnet und einer Strumpfhose über das Gesicht gezogen, betrat sie das Geschäft und begab sich mit einer Dose Red Bull zur Kasse.

Als sie von der Angestellten aufgefordert wurde, zwei Franken zu zahlen, antwortete die Frau laut dem Strafbefehl mit dem Wort «Überfall» und wollte das Geld aus der Kasse haben. Anstatt das Geld auszurücken, erstarrte die Angestellte vor Angst und habe sich dann zurückgezogen.

Mit Stuhl auf Beschuldigte losgegangen

Eine weitere Angestellte erfuhr, was los war, nahm einen Stuhl und ging auf die Frau los. Diese wiederum zückte einen mitgebrachten Pfefferspray und sprühte die Angestellte an. Anschliessend wollte die Mitarbeiterin mit einem Desinfektionsstand verhindern, dass die Beschuldigte den Laden verlässt. Darauf zeigt sie der Angestellten ihr Sackmesser, damit sie aus dem Laden entkommen konnte, was ihr auch gelang.

Schliesslich flüchtete die Frau lediglich mit einer Dose Red Bull. Wie die Staatsanwaltschaft St. Gallen schreibt, habe sie in der Absicht gehandelt, den Shop «dauernd zu enteignen.» 

In psychischer Notlage

Die Frau wurde nun per Strafbefehl verurteilt. Dies wegen der versuchten Erpressung, der Nötigung und eines geringfügigen Vermögensdelikts. Das Strafmass umfasst eine bedingte Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu 30 Franken (3600 Franken) und eine Busse von 1000 Franken. Offenbar habe sich die Frau in einem psychischen Ausnahmezustand befunden, was die Staatsanwaltschaft in der Härte der Strafe berücksichtigte.

Die beschlagnahmte Dose Red Bull wird der Tankstelle zurückgegeben. Gegen diesen Strafbefehl kann Einspruch erhoben werden.

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Verein Postpartale Depression, Tel. 044 720 25 55

Angehörige.ch, Beratung und Anlaufstellen

VASK, regionale Vereine für Angehörige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

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