Aktualisiert 03.05.2013 13:06

Schweres Unwetter

Frau wird von Bach mitgerissen und stirbt

Eine 32-jährige Serbin ist gestern Abend im aargauischen Sulz von einem Bach mitgerissen worden. Sie konnte nur noch tot geborgen werden. Die Feuerwehrleute stürzten sich bei der Bergung in die Fluten.

von
bat

Das schwere Unwetter vom Donnerstagabend hat ein Menschenleben gefordert. Eine 32-jährige Serbin war im aargauischen Sulz mit ihrem Mann unterwegs, als ihr Auto vom hochgehenden Sulzerbach von der Strasse geschwemmt wurde.

Gemäss Bernhard Graser, Mediensprecher der Kantonspolizei Aargau, war das serbische Paar kurz vor 22 Uhr auf der Hauptstrasse in Sulz unterwegs. «Auf dieser Hauptstrasse unterquert ein ansonsten kleines Bächlein die Strasse durch eine Röhre», so Graser. Wegen des heftigen Gewitters sei das Wasser des Baches stark angestiegen und habe die Strasse überspült.

Aufs Dach gerettet

«Die genauen Umstände sind noch unklar. Das Auto wurde aber von den Wassermassen von der Strasse geschwemmt. Die beiden Insassen konnten sich aufs Dach retten.» Laut Graser haben Anwohner das Drama beobachtet. «Sie haben Seile geholt und versucht, mit vereinten Kräften beide zu retten.»

Der Mann konnte so vom Dach in Sicherheit gebracht werden. Doch die Frau wurde vom Wasser weggeschwemmt. «Sie wurde vermisst. Wir haben eine intensive Suchaktion gestartet. Die Polizei habe die Serbin dann einige hundert Meter weiter unten tot vorgefunden. Gemäss Graser sei das Paar auf der Durchfahrt gewesen und im Bezirk Lenzburg wohnhaft.

Bei der Such- und Rettungsaktion war hauptsächlich die Feuerwehr Laufenburg mit rund 70 Mann im Einsatz. «Hier gilt es zu erwähnen, dass die Feuerwehrleute nur durch Seile gesichert in den reissenden Bach vordringen konnten», sagt Graser. Dank des mutigen Einsatzes sei es gelungen, die Frau nach etwas mehr als einer Stunde zu finden und zu bergen. «Leider kam aber jede Hilfe zu spät. Die betroffenen Feuerwehrangehörigen wurden durch ein Care-Team betreut.»

Waren Sie an der Rettungsaktion dabei oder haben Sie sonst etwas beobachtet? Dann schreiben Sie uns auf feedback@20minuten.ch.

(bat/sda)

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