Essen (D) – Frau zockte mit mindestens elf erfundenen Testzentren 1,1 Mio Euro ab

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Essen (D)Frau zockte mit mindestens elf erfundenen Testzentren 1,1 Mio Euro ab

Eine Frau versuchte, mit frei erfundenen Corona-Testzentren und den entsprechenden Tests ans grosse Geld zu kommen. Das gelang ihr offenbar – sie erschlich über eine Million Euro. Doch der Schwindel flog auf. Nun sitzt die Frau in Haft.

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Eine Frau erschlich sich in Deutschland mit Corona-Tests, die nie stattfanden, über eine Million Euro.

Eine Frau erschlich sich in Deutschland mit Corona-Tests, die nie stattfanden, über eine Million Euro.

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Dafür «erschuf» sie mindestens elf Testzentren, die nie existierten.

Dafür «erschuf» sie mindestens elf Testzentren, die nie existierten.

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Darum gehts

  • Eine Frau aus dem Ruhrgebiet bereicherte sich mit mindestens elf erfundenen Testzentren und den entsprechenden fiktiven Tests um 1,1 Millionen Euro.

  • Sie flog auf, weil der Verdacht auf Geldwäsche untersucht wurde.

  • Das Geld konnte zu weiten Teilen beschlagnahmt werden. Die Frau sitzt in Haft.

In Essen hat die Staatsanwaltschaft Anklage wegen mehrerer erfundener Corona-Teststellen gegen die angebliche Betreiberin erhoben. Die Frau soll bundesweit online mindestens elf angebliche Teststellen eröffnet haben, wie aus einem am Montag veröffentlichten Bericht des nordrhein-westfälischen Justizministeriums hervorgeht. Demnach strich die Tatverdächtige mit dem Betrug insgesamt 1,1 Millionen Euro ein. Aufgefallen war die Frau durch eine Meldung wegen mutmasslicher Geldwäsche.

Den Angaben zufolge erhielt die Frau mehrere Zahlungen für angeblich geleistete Corona-Tests und Impfungen gegen das Coronavirus. Von der Schadenssumme seien bereits 925’000 Euro durch Kontopfändungen beschlagnahmt worden. Die mutmassliche Täterin befindet sich demnach in Untersuchungshaft.

Der Bericht listet weitere Fälle aus anderen Teilen Nordrhein-Westfalens auf. Verfahren wegen Betrugs mit Corona-Teststellen würden unter anderem in Bielefeld, Bochum und Hagen geführt. Alleine bei der Staatsanwaltschaft Köln würden zurzeit elf Verfahren wegen Corona-Tests geführt. Ein Prozess um einen millionenschweren Abrechnungsbetrug in Corona-Testzentren begann im Dezember vor dem Landgericht Bochum. Dort müssen sich wohl noch bis Ende Mai zwei Männer verantworten, die einen Schaden von 25,1 Millionen Euro verursacht haben sollen.

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(AFP/trx)

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