Melissa McCarthy: «Frauen als Geisterjäger sollten doch normal sein»
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Melissa McCarthy«Frauen als Geisterjäger sollten doch normal sein»

Melissa McCarthy hat viel Humor. Doch die Häme für das «Ghostbusters»-Remake lässt sogar die erfolgreichste Komikerin von Hollywood nicht kalt.

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cat

Melissa McCarthy, ärgert Sie die Kontroverse darüber, dass im «Ghostbusters»-Remake vier Frauen Geister jagen?

Ich verstehe nicht, warum das so eine grosse Sache ist. Ich finde es toll, dass diese vier Figuren Frauen sind. Aber das soll nicht revolutionär sein, sondern etwas völlig Normales.

War die – oftmals sexistische – Kritik im Vorfeld des Filmstarts enttäuschend?

Ja, klar. Ich würde gern mal mit jemandem reden, der so fiese Kommentare schreibt. Er muss doch auch tolle Frauen in seinem Leben geben, eine Mutter oder eine Tochter. Ich würde ihn gern fragen: «Weiss deine Schwester eigentlich, dass du so was im Internet schreibst? Ich wette, das würde sie sehr interessieren.»

Könnten Sie sich vorstellen, eine Fortsetzung zu drehen?

Jetzt konzentrieren wir uns erst mal auf diesen Film. Es ist so, als ob man gerade ein Baby geboren hätte. Da denkt man auch nicht schon an das nächste. Man hofft einfach, dass die Leute den Film so sehr lieben wie man selbst.

Im Film entpuppt sich Chris Hemsworth als echtes Comedy-Talent. War das auch für Sie überraschend?

Total! Ich habe Bilder von uns, auf denen wir ihm am Set beim Spielen zusehen. Wir haben alle Tränen in den Augen und müssen echt aufpassen, dass wir unser Make-up nicht ruinieren. Er hat so super improvisiert. Ich hatte keine Ahnung, dass er so lustig sein kann.

Haben Ihre Töchter den neuen «Ghostbusters»-Film schon gesehen?

Nein, noch nicht, aber ich werde ihn mir mit ihnen anschauen. Sie kennen aber das Original. Und sie sind total verrückt danach.

Wissen die beiden, wie berühmt Sie sind?

Sie wissen, dass ich eine Schauspielerin bin. Aber damit kann man seine Kinder nicht beeindrucken. Sie sehen mich zum Glück nur als ihre Mutter.

Sie hatten trotzdem einen Gastauftritt in Ihrem letzten Film «The Boss».

Ja, aber jetzt sollen sie nicht mehr vor die Kamera, bis sie 30 sind.

Wünschen Sie sich, dass sie in Ihre Fussstapfen treten?

Ich will, dass sie ihrem Herzen folgen. Und eines Tages etwas Gutes für die Welt tun.

Glauben Sie eigentlich an Geister?

Ja, ich denke, dass es irgendetwas da draussen gibt. Ich habe mal in einem alten Haus in Colorado gelebt. Ich habe mir das grösste Zimmer geschnappt, und dachte: super! Doch dann merkte ich, dass das der Raum war, in dem es eine übersinnliche Präsenz gab. Ich hatte das Gefühl, dass ich nicht allein war.

«Ghostbusters» startet am 4. August in den Kinos.

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