Jetzt sinds noch drei: Frauen an der Spitze nach wie vor selten
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Jetzt sinds noch dreiFrauen an der Spitze nach wie vor selten

Mit Panalpina-Chefin Monika Ribar tritt eine der wenigen Frauen an der Spitze von Schweizer Konzernen ab: Von den 115 grössten Schweizer Konzernen werden nur noch drei von einer Frau geführt.

von
sut
Frauen an der Spitze sind in der Schweiz selten: Lediglich drei der 115 grössten Konzerne werden von einer Frau geführt.

Frauen an der Spitze sind in der Schweiz selten: Lediglich drei der 115 grössten Konzerne werden von einer Frau geführt.

Von den 115 grössten Schweizer Konzernen haben nach dem Rücktritt von Panalpina-Chefin Monika Ribar noch drei eine Frau an der Spitze. Damit ist die Zahl im Vergleich zum vergangenen Jahr konstant geblieben. 2011 waren es laut dem jährlich publizierten «Schilling-Report» noch vier gewesen. Betrachtet man die ganze Geschäftsleitung, stagnierte der Anteil von Frauen 2012 bei 5 Prozent. Unter den Konzernchefs liegt der Prozentsatz noch tiefer.

Bisher hätten die Bemühungen der Firmen, Frauen in Führungspositionen zu fördern, kaum Früchte getragen, sagte der Herausgeber des Berichts, der Headhunter Guido Schilling.

Nun machten sich aber Fortschritte bemerkbar. «Erstmals seit der ersten Erhebung vor acht Jahren zeichnet sich ein signifikanter Fortschritt beim Frauenanteil ab», erklärte Schilling. Genaue Zahlen veröffentlicht das Unternehmen im nächsten Bericht, der im Mai publiziert wird.

Bis vor kurzem war Panalpina - gemessen am Umsatz - auch das grösste Schweizer Unternehmen mit einer Frau an der Spitze. Erst seit Anfang 2013 hat diesen Status Alpiq inne. Beim Energiekonzern übernahm Jasmin Staiblin das Ruder, die zuvor als CEO bei ABB Schweiz tätig war. Staiblin hatte zuletzt für Schlagzeilen gesorgt, weil kurz nach ihrem Amtsantritt bekannt wurde, dass sie mit ihrem zweiten Kind schwanger ist.

Das zweitgrösste Unternehmen mit einem weiblichen CEO ist die Post, die seit vergangenem September von Susanne Ruoff geleitet wird.

Höherer Frauenanteil in Verwaltungsräten

Generell sind die Frauen in den Verwaltungsräten von Schweizer Firmen stärker vertreten. Ihr Anteil liegt dort etwa doppelt so hoch wie in den Konzernleitungen.

Allerdings stehen die Frauen auch in den Aufsichtsgremien selten an der Spitze. Ausser Nayla Hayek bei Swatch gibt es keine Verwaltungsratspräsidentin in einem grossen Schweizer Unternehmen. (sut/sda)

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