Frauen des FC Luzern schlagen überraschend den FC Zürich im Cup-Final
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Schweizer Cup-Final der FrauenFrauen des FC Luzern schlagen überraschend FC Zürich

Die Innerschweizerinnen feiern einen 2:0-Sieg im Cup-Final und sichern ihrer Stadt den zweiten Henkelpott in dieser Saison.

von
Erik Hasselberg

Im Cupfinal der Frauen geht der Underdog aus Luzern früh in Führung. Die 18-jährige Svenja Fölmli schiesst gegen das Team des FC Zürich das 1:0 in der 11. Minute.

SRF

Darum gehts

  • Im Cup-Final der Frauen kam es zum Duell zwischen dem FC Zürich und dem FC Luzern.

  • Im Vorfeld als Favorit gehandelt, mussten die Zürcherinnen eine herbe Niederlage einstecken.

  • Frau des Spiels ist die 18-jährige Nati-Spielerin Svenja Fölmli.

«Auch Underdogs können die Grossen ärgern», sprach Svenja Fölmli und liess ihren Worten Taten folgen. Die 18-jährige Nati-Spielerin schiesst den FC Luzern mit ihrem Doppelpack zu einem überraschenden Sieg gegen den FC Zürich. Und sichert ihrer Stadt und ihren Farben den zweiten Cup-Titel in diesem Jahr. Vor wenigen Wochen erst hatten die Männer des FC Luzern St. Gallen 3:1 geschlagen.

Eigentlich waren im Vorfeld des Cup-Finals im Frauenfussball die Favoritenrolle klar verteilt gewesen. Im eigenen Stadion wollte der FCZ zum 15. Mal die Cup-Trophäe in die Höhe stemmen. Von «Dominanz ausspielen» sprach im Vorfeld der Partie FCZ-Trainerin Inka Grings, die mit ihrem Team zuletzt 18 Spiele ohne Niederlage in Folge in der Meisterschaft und im Cup bestritten hatte. Doch es sollte anders kommen.

Youngsterin Fölmli trifft doppelt

Nach einem Ballverlust der Zürcherinnen brachte Fölmli den Underdog mit ihrem dritten Cup-Tor diese Saison in Führung. Ihrem Tor in der elften Minute ging ein explosiver Antritt voraus, die FCZ-Defensive stellte ihr nur einen Begleitschutz, sodass die 18-Jährige mit einem Distanzschuss in die linke Ecke das 1:0 für die Luzernerinnen schoss. Und sie war es auch, die in der zweiten Halbzeit das 2:0 schoss. Einen eigenen Abschluss, den die FCZ-Keeperin Peng noch parieren konnte, stolperte sie über die Linie. «Ich bin sehr glücklich, dass ich die beiden Tore erzielen konnte, aber am Ende braucht es die ganze Mannschaft», sagte die Frau des Spiels nach dem Schlusspfiff.

Das Team von Grings gab sich in der Folge nie auf, kämpfte unentwegt und kam zu zahlreichen Torchancen. Doch Lea van Weezenbeek im Tor der Innerschweizerinnen parierte jeden Abschluss auf ihr Tor. Ihre Vorderfrauen verteidigten solidarisch und verdienten sich so den Sieg.

«Ein tollwütiger Pitbull»

«Es ist mega bitter, wir hatten uns etwas anderes vorgenommen. Luzern war sehr bissig heute, wir waren hingegen zu wenig zielstrebig und agierten planlos», sagte eine enttäuschte Rahel Kiwic nach der FCZ-Niederlage. «Vielleicht haben wir es heute nicht verdient, zu gewinnen. Man kam dem FC Luzern nur gratulieren.»

FCL-Trainer Glen Meier hatte Tränen in den Augen. «Ich habe keine Worte für das, was passiert ist. Wir waren der Underdog, aber der Underdog war heute ein tollwütiger Pitbull. Wir wussten, dass wir heute über unsere Grenzen herausgehen müssen.» Das Ende sei fast zu kitschig gewesen, aber er nehme es jetzt so. Er wird sein Team verlassen.

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