Schnitt angepasst - Frauen in der Armee erhalten nach monatelanger Testphase neue Unterwäsche
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Schnitt angepasstFrauen in der Armee erhalten nach monatelanger Testphase neue Unterwäsche

Die Nachricht, dass die Armee neue Unterwäsche für weibliche Angehörige der Armee testet, ging durch die Welt. Nun ist sie optimiert und kann abgegeben werden.

von
Philippe Coradi
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Die neue Unterwäsche wurde nach einer Testphase angepasst und kann in Zukunft im Dienst getragen werden. 

Die neue Unterwäsche wurde nach einer Testphase angepasst und kann in Zukunft im Dienst getragen werden.

Mediathek VBS
200 Testpersonen nahmen über einen längeren Zeitraum am Testtragen teil.

200 Testpersonen nahmen über einen längeren Zeitraum am Testtragen teil.

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Darum gehts

  • Am 1. April meldete die Schweizer Armee, dass sie mit einem Testprogramm die Beschaffung neuer Unterwäsche für weibliche Angehörige der Armee starten werden.

  • Die Nachricht interessierte international, Medien wie BBC oder CNN berichteten darüber.

  • Die getestete Unterwäsche musste aus Gründen des Tragekomforts angepasst werden.

Eigentlich ging es laut Armasuisse um eine ganz «unaufgeregte Sache». Im April meldete sie, dass sie für Schweizer Soldatinnen neue Funktionsunterwäsche testen, die im Rahmen einer Beschaffungsmassnahme für Kampfbekleidung bestellt wird.

Entwickelt hat sich daraus ein mediales Spektakel, das den Armeesprecher Kaj-Gunnar Sievert via BBC und CNN bis in die britischen und amerikanischen Wohnzimmer katapultiert hat. Sievert musste sich erklären: «Es handelt sich nicht um einen Aprilscherz, das ist eine topseriöse Sache.»

Das war um den 1. April. In den letzten vier Monaten hat sich offenbar etwas getan. Laut Armasuisse ist die Testphase «topseriös» abgeschlossen und somit die neue Unterwäsche für die weiblichen Angehörigen der Armee fertig.

Modelle für Sommer und Winter

Doch warum dauerte das solange? Die Testphase zeigte Mängel am Schnitt. Der Bereich der Beinausschnitte muss angepasst werden. Zudem werde im Spickel ein Baumwolleinsatz eingearbeitet, welcher den Tragekomfort zusätzlich erhöhe. Die lange Unterhose war an den Hüften offenbar etwas zu weit, auch hier hat man aus Gründen des Tragekomforts das Modell angepasst, meldet Armasuisse.

So erhalten die weiblichen Ada zwei Sets Unterwäsche. Einerseits eine «Panty» für den Sommer. Diese sei enganliegend, ohne Beinchen, mit einem niedrigen Bündchen in olivegrün. Für die kalten Tage verteilt die Armee ein Langarm-Shirt, eine lange Unterhose sowie einer Unterziehjacke.

200 Testpersonen nahmen über einen längeren Zeitraum am Testtragen teil. Zudem habe Armasuisse bei der Auswahl der Probandinnen darauf geachtet, dass das ganze Altersspektrum sowie unterschiedliche Figurentypen vertreten waren. «Watson» schreibt, der Truppenversuch habe 13'000 Franken gekostet.

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