H&M-Angestellter entlassen : Frauen in Umkleidekabine fotografiert
Aktualisiert

H&M-Angestellter entlassen Frauen in Umkleidekabine fotografiert

Ein Angestellter von H&M in Langenthal BE ist dabei erwischt worden, wie er Fotos von Frauen in der Umkleidekabine machte. Er wurde entlassen und bereut sein Tun.

von
R. Neumann
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Die H&M-Filiale in Langenthal: Hier fotografierte der Mann mehrere Frauen in den Kabinen.

Die H&M-Filiale in Langenthal: Hier fotografierte der Mann mehrere Frauen in den Kabinen.

20 Minuten
Das Unternehmen wollte zu den Vorfällen keine Stellung nehmen.

Das Unternehmen wollte zu den Vorfällen keine Stellung nehmen.

20 Minuten

In der H&M-Filiale in Langenthal BE bemerkte eine Frau, die sich gerade in der Umkleidekabine umzog, dass sie von einem Angestellten fotografiert wurde. Sie erstattete im Juli Anzeige bei der Polizei. Diese führte eine Hausdurchsuchung beim 31-jährigen Schweizer durch.

Im Rahmen der Hausdurchsuchung wurde Bildmaterial sichergestellt. Die Polizei bestätigt, dass es sich um Aufnahmen mehrerer Frauen handelt. «Die Ermittlungen dazu sind aber noch im Gang. Der Mann befindet sich aktuell nicht in Haft», sagt Sprecher Dominik Jäggi. Offenbar fand man die Aufnahmen auf der Festplatte des Computers des 31-Jährigen. Sie sollen bereits gelöscht worden sein, konnten aber wieder hergestellt werden.

«Habe Mist gebaut»

20 Minuten konnte den Täter ausfindig machen. Der Mann bereut sein Handeln zutiefst, wie er sagt. «Ich habe Mist gebaut.» Er frage sich seither jeden Tag, wie es so weit habe kommen können. Er hat sich bei der Frau, die ihn angezeigt hat, bereits entschuldigt.

Angefangen habe er mit den Bildern nur «aus Gwunder». Weil es geklappt habe, habe er auch nicht damit aufgehört. «Aber ich habe die Bilder nicht weitergegeben oder irgendwo hochgeladen», sagt er. Wie er vorgegangen ist, um die Aufnahmen zu machen, will er nicht verraten. «Aber ich habe in den Kabinen nichts fest installiert.»

«Ich habe mir nichts dabei gedacht»

Er sei sich über die Konsequenzen nicht im Klaren gewesen, habe auch nicht überlegt, was passieren würde, wenn er erwischt werde. «Ich habe mir einfach nichts dabei gedacht», sagt er zerknirscht.

Dass er seiner Familie und seinen engsten Freunden davon erzählen musste, macht ihm zu schaffen. «Und meinen Job habe ich auch verloren.» Auf ihn kommt wohl eine happige Busse zu: «Aber ich trage natürlich die Konsequenzen». H&M wollte zu dem Vorfall keine Stellung nehmen.

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