Kaufrausch: Frauen leiden unter «Prämenstruellem-Shopping-Syndrom»

Aktualisiert

KaufrauschFrauen leiden unter «Prämenstruellem-Shopping-Syndrom»

Der Kaufwahn gehört zur Frau wie die sich chronisch im Vertikalzustand befindliche WC-Brille zum Mann. Doch im Gegensatz zu den Herren können Frauen ihre Macke ab sofort medizinisch begründen.

Ungefähr zehn Tage vor Beginn ihrer Menstruation wird sie von einer unglaublichen Lust gepackt: Schuhe werden zu unwiderstehlichen «Must-Haves», das siebenundsechzigste Spaghettiträger-Kleid hat plötzlich doch noch Platz im Schrank und so richtig lässt sich das alles doch nur in «la vie en Vuitton» geniessen - farblich passend zum Kleid ... Ehrensache! Wird die Frau von der Kauflust gepackt, ist sie nicht mehr zu bremsen.

Sie kann doch nichts dafür!

Ein Umstand, der bei der Mehrzahl der Männer auf wenig Verständnis stösst. Dabei kann frau doch gar nichts für ihren Kauf-Tick. Vielmehr nutzt sie ihn, um die durch hormonelle Schwankungen verursachten seelischen Verstimmungen wieder in den Griff zu bekommen. Kein Ratschlag aus einem Klatschheftchen, sondern Erkenntnis einer wissenschaftlichen Studie. Unter der Leitung von Professor Karen Pine von der Hertfordshire University in England wurden 443 Frauen nach ihren Shopping-Gewohnheiten befragt. Die 153 Frauen, die sich zu diesem Zeitpunkt kurz vor ihrer Menstruation befanden, hatten etwas gemeinsam: Ihr Shopping-Bedürfnis war deutlich grösser als das der anderen Studienteilnehmerinnen.

Schön und gut - doch was hilft gegen den hormonell bedingten Kaufrausch?

Pine rät Betroffenen laut «telegraph.co.uk» zur «Vermeidungsstrategie»: «Frauen, die zuviel Geld beim Shoppen ausgeben, sollten in den letzten Tagen des Zyklus Einkaufstouren vermeiden».

Mann und Frau und die kleinen und grossen Unterschiede

Nun, dieses Phänomen wäre also wissenschaftlich entschlüsselt. Doch es gibt noch viele weitere geschlechterspezifischen Eigenheiten, die sich vielleicht (noch) nicht so leicht erklären lassen. Wieso zum Beispiel haben viele Männer Probleme damit, den Kehricht runter zu tragen oder die WC-Papierrolle auszuwechseln? Haben Sie eine plausible Erklärung oder Binsenweisheit für diese oder andere Verhaltensweisen parat? Lassen Sie es uns wissen!

(rre)

Endokrinologie:

Geht es um Hormone, spricht man in der Medizin von der Endokrinologie. Hormone sind Botenstoffe, die in unterschiedlichen Drüsen / Organen unseres Körpers produziert und für bestimmte Stoffwechselvorgänge wichtig sind. Neben weiblichen und männlichen Geschlechtshormen gehört das Insulin - es ist für den Zuckerstoffwechsel mitverantwortlich - zu den bekanntesten Botenstoffen. Kommt es zu einem Ungleichgewicht der Hormonzufuhr, treten unter Umständen körperliche Beschwerden auf. Aber auch unser Gemütszustand wird von Hormonen beeinflusst. So leiden viele Frauen unter dem sogenannten Prämenstruellen Syndrom (PMS). Es tritt kurz vor dem Eintritt der Monatsblutung auf und macht sich durch Beschwerden wie Bauchkrämpfe, Abgeschlagenheit oder depressive Verstimmungen bemerkbar.

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