Remake «Footloose»: «Frauen mögen Männer, die sich bewegen können»

Aktualisiert

Remake «Footloose»«Frauen mögen Männer, die sich bewegen können»

Der 80er-Jahre-Klassiker «Footloose» erlebt eine Wiedergeburt. Hauptdarsteller Kenny Wormald spricht im Interview über Ballett, Mädchen und Justin Timberlake.

von
Catharina Steiner

Der Filmtrailer von «Footloose».

Catharina Steiner: Vor Ihnen waren Zac Efron und Chase Crawford für die Hauptrolle in «Footloose» vorgesehen, aber beide sprangen ab. Ist es ein Nachteil, die dritte Wahl zu sein?

Kenny Wormald: Für mich nicht. Schliesslich habe ich die Rolle! Ich bin froh, dass ich hier stehe und nicht sie.

Spüren Sie den Druck?

Logisch. Ich will die «Footloose»-Fans nicht enttäuschen.

Ist der Film überhaupt noch relevant?

Ja. In vielen Kleinstädten in Amerika ist öffentliches Tanzen verboten, aus religiösen Gründen etwa. Das passiert also immer noch. Abgesehen davon erlebt Tanz gerade einen riesigen Hype.

Hope Solo bei Dancing with the Stars

Ihre Filmfigur Ren und seine Freunde lehnen sich aber gegen ihre Eltern auf. Kennen Sie das aus Ihrer eigenen Jugend?

Ich war nicht wirklich rebellisch. Nicht mal meine Noten waren schlecht.

Tanzen bist der Arzt kommt

Gar keine Troubles?

Ich habe sechs Mal die Woche im Tanzstudio trainiert. Da bleibt wenig Zeit, um in Schwierigkeiten zu geraten. Das hat erst angefangen, als ich nach Hollywood gezogen bin (lacht).

So schlimm?

Nein. Aber Hollywood ist ein seltsames Pflaster. Du musst schon gefestigt sein, um da normal zu bleiben.

Auch die Frauen dort sollen kompliziert sein.

Das Problem habe ich Gott sei dank nicht. Ich habe eine wunderbare Freundin.

Haben Sie sie mit Ihren Moves erobert?

Also geschadet hat es sicher nicht. Frauen mögen es, wenn sich Männer bewegen können.

Sie haben mit sechs Jahren zu tanzen angefangen. War das Ihre Idee oder die Ihrer Eltern?

Als Kleinkind habe ich fanatisch Michael Jackson Videos geschaut und stundenlang den Moonwalk trainiert. Und dann sagte meine Mutter eines Tages, wir melden ihn doch im Tanzstudio an.

Wurden Sie in der Schule deswegen oft ausgelacht?

Ja. Es war schon eher ungewöhnlich für einen Jungen aus Boston ins Ballett zu gehen. Aber in der Highschool dann war ich es, der mit den hübschen Mädchen getanzt hat, und die «coolen» Jungs sind nur blöd in der Ecke gestanden. Das war dann meine Revanche.

Das Tanzen hat Ihnen jetzt sogar ihre erste grosse Rolle in Hollywood eingebracht. Haben Sie Angst, dass die Paparazzi bald vor Ihrem Haus campieren?

Ich versuche, nicht zuviel darüber nachzudenken. Es kommt, wie es kommt. Ich war als Tänzer mit Justin Timberlake auf Tour und konnte mir von seinem Umgang mit der Presse viel abschauen.

Haben Justin und Sie auch Golf miteinander gespielt?

Golf nicht, aber Ping Pong. Er hat vor seinen Konzerten immer einen Tischtennistisch in der Arena aufstellen lassen. Bevor das Publikum kam, haben wir uns heisse Matches geliefert.

Wer hat gewonnen?

Oh Mann, Justin hat mir regelmässig in den Hintern getreten. Ich hatte absolut keine Chance.

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