Aktualisiert 23.01.2015 12:26

Rio de Janeiro

Frauen protestieren oben ohne fürs Nacktbaden

Am Strand von Rio ist es derzeit noch heisser als sonst. Dutzende Frauen wehren sich barbusig gegen Brasiliens Prüderie, denn FKK wird am Zuckerhut sogar mit Gefängnis bestraft.

von
dia
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Heisser Protest in Rio im Januar.

Heisser Protest in Rio im Januar.

AFP/Yasuyoshi Chiba
Dutzende Frauen wehren sich am Strand von Ipanema gegen die Prüderie in Brasilien.

Dutzende Frauen wehren sich am Strand von Ipanema gegen die Prüderie in Brasilien.

AFP/Yasuyoshi Chiba
Am Zuckerhut gibt es harte Strafen für zu freizügige Frauen.

Am Zuckerhut gibt es harte Strafen für zu freizügige Frauen.

Keystone/AP/Silvia Izquierdo

Im Februar zeigen die Brasilianerinnen am Carneval in Rio de Janeiro traditionsgemäss viel Haut. Doch wer glaubt, die brasilianische Metropole sei eine freizügige und frivole Stadt, der irrt. So gilt oben ohne am Strand als obszöner Akt. Die Behörden greifen hart durch, die freizügigen Damen müssen mit empfindlichen Strafen rechnen. Neben Bussen sind für halbnacktes Baden sogar Gefängnisstrafen bis zu einem Jahr möglich.

Doch an Rios Strand formiert sich barbusiger Widerstand. Dutzende Frauen schlossen sich diese Woche am bekannten Ipanema-Beach der Topless-Bewegung an. Die Damen wollen ein Zeichen gegen die Prüderie im Land setzen und für ihre Persönlichkeitsrechte kämpfen. «Es ist doch nur natürlich. Oben ohne soll auch neben dem Karneval erlaubt sein», sagt Aktivistin Renata Frisson zu lokalen Medien. Man wolle eine Diskussion anregen.

Der Protest werde von immer mehr Personen unterstützt, sagen die Unternehmer. Bereits im vergangenen Jahr wurde zur Topless-Bewegung aufgerufen. Damals zeigten sich lediglich sechs Damen ohne Oberteil am Strand. Zuvor hatten auf Facebook über 2000 Personen ihre Teilnahme am Protest zugesagt.

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