Frauen-Rugby: Belächelte Kämpferinnen mit Teamgeist
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Frauen-Rugby: Belächelte Kämpferinnen mit Teamgeist

Rund ein Dutzend Frauen spielen bei den Basel Birds Rugby. Das Team gewann seit der Gründung 1992 schon viermal die Schweizer Meisterschaft.

Die Birds sind entweder Ausländerinnen aus einem Land mit Rugby-Tradition oder Schweizerinnen, die sich im Ausland in den harten Kontaktsport verliebt haben. Dazu gehört die 25-jährige Germanistikstudentin Julia von Planta.

«Rugby ist ein fairer Sport, bei dem der Teamspirit enorm wichtig ist», sagt sie. Das bestätigt ihre Teamkollegin Cécile Mayor (32). «Egal ob gross, klein, schnell oder langsam – es gibt für alle eine passende Position», so die Juristin.

Vorurteile gegenüber den Rugby-Frauen gehören zum Alltag. «Oft werden wir belächelt oder als hirnlos bezeichnet», sagt Mayor. Darüber könne sie nur lachen. Sie ärgert sich aber, dass Rugby gerne mit American Football verwechselt wird. Dabei seien die beiden Sportarten komplett verschieden.

Und beim Rugby werde – mit Ausnahme eines Zahnschutzes – ohne Protektoren gespielt. «Als Anfängerin braucht man eigentlich nur ein paar Fussballschuhe», erklärt Mayor.

Die Birds trainieren einmal die Woche auf den Joggeli-Trainingsfeldern. «Bei Regen machts am meisten Spass», so Von Planta. Und wie die Männer freuen sich auch die Birds danach auf das kühle Bier der «dritten Halbzeit».

Adrian Jäggi

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