27.08.2014 10:23

Top-PerformanceFrauen sind die besseren Hedge-Fonds-Manager

Frauen leiten nur selten Hedge-Fonds - obwohl sie viel besser abschneiden als die männliche Konkurrenz. Das fehlende Testosteron macht die Managerinnen erfolgreicher.

von
vb

Hedge-Fonds-Manager ist ein typischer Männerberuf. Nur etwa 3 Prozent der riskanten Anlagevehikel werden weltweit von Frauen verwaltet, hat das Institute National Council for Research on Women berechnet.

Am mangelnden Erfolg kann dieser magere Anteil nicht liegen. Denn von Frauen geleitete Hedge-Fonds schneiden besser ab als jene der männlichen Konkurrenz. Das hat eine Untersuchung von Rothstein Kass gezeigt. Die auf alternative Investments spezialisierte Beratungsfirma hat die Performance der wenigen Hedge-Fonds, die von Frauen gemanagt werden, von Januar bis November 2013 analysiert. Das Ergebnis: Sie warfen 9,8 Prozent Rendite ab, 3,7 Prozentpunkte mehr als der Durchschnitt.

Der Langzeitvergleich spricht eine noch deutlichere Sprache: Von Januar 2007 bis Juni 2013 erzielten die Hedge-Fonds der Frauen eine Rendite von 6 Prozent, während die Anlagen im HFRX Global Fund Index einen Verlust von 1,1 Prozent verbuchten.

Frauen investieren vorsichtiger

Das könnte Grund zur Vermutung geben, dass Frauen die besseren Investoren seien, sagt Rothstein-Kass-Direktorin Meredith Jones - und zwar ausgerechnet, weil Frauen ein niedrigeres Testosteron-Level haben als Männer. «Studien zeigen, dass Männer wegen des Testosterons weniger sensibel auf Risikosignale reagieren», so Jones.

Weibliche Investoren hingegen gelten als vorsichtiger und weniger anfällig für übermässiges Selbstvertrauen. Das führt laut Rothstein Kass dazu, dass Frauen ihre Anlagestrategie konsequenter durchziehen und ihre Wertpapiere bei einem Kursrückgang seltener verkaufen. Die Beratungsfirma schätzt, dass weltweit etwa 125 Hedge-Fonds von Frauen geleitet werden.

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