Gender Data Gap – Frauen sterben häufiger, wenn ein Mann sie operiert
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Neue StudieFrauen sterben häufiger, wenn ein Mann sie operiert

Eine neue Studie von kanadischen Forschenden zeigt: Frauen, die von einem Mann operiert werden, haben ein merklich grösseres Risiko für negative Folgen – bis hin zum Tod.

von
Gabriela Graber
Christiane Binder
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Kanadische Forscher und Forscherinnen haben eine Studie veröffentlicht, in der sie die Daten von  1,3 Millionen operierten Frauen erhoben haben. 

Kanadische Forscher und Forscherinnen haben eine Studie veröffentlicht, in der sie die Daten von 1,3 Millionen operierten Frauen erhoben haben.

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Die Studie zeigt, dass Frauen, die von Männern operiert werden, eine merklich grössere Wahrscheinlichkeit für Komplikationen nach der Operation haben als männliche Patienten. 

Die Studie zeigt, dass Frauen, die von Männern operiert werden, eine merklich grössere Wahrscheinlichkeit für Komplikationen nach der Operation haben als männliche Patienten.

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Auch das Sterberisiko ist massiv erhöht. 

Auch das Sterberisiko ist massiv erhöht.

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Darum gehts:

  • Eine neue Studie aus Kanada zeigt: Wenn Frauen von Männern operiert werden, haben sie ein um 15 Prozent höheres Risiko für Komplikationen nach der Operation.

  • Das Sterberisiko ist sogar um 32 Prozent erhöht.

  • Hast auch du das Gefühl, dass du wegen deines Geschlechts eine mangelhafte Behandlung beim Arzt erfahren hast? Melde dich im Formular.

Rückwirkend wurden die Daten von 1,3 Millionen kanadischen Frauen erhoben, die im Zeitraum zwischen 2007 und 2019 eine Operation hatten. Die Ergebnisse sind alarmierend: Laut der im Fachmagazin JAMA Surgery veröffentlichten Studie haben Frauen ein um 15 Prozent höheres Risiko für Komplikationen nach einer Operation, wenn der Eingriff von einem Mann durchgeführt wurde. Das Sterberisiko ist sogar um 32 Prozent erhöht.

Ergebnisse «besorgniserregend»

Für Dr. Angela Jerath, Professorin und klinische Epidemiologin an der Universität von Toronto in Kanada und Co-Autorin der Studie, sind diese Ergebnisse «besorgniserregend», da es «keine geschlechtsspezifischen Unterschiede bei den Behandlungsergebnissen geben sollte» sagte sie zu The Guardian.

Die Studie spricht ein Problem an, das erst in jüngster Zeit diskutiert wird: den sogenannten Gender Data Gap in der Medizin. Denn bisher war die Disziplin weitgehend von Männern geprägt. An ihnen wurden die Medikamente getestet und Therapien erprobt. Und männlich war auch weitgehend die Ärzteschaft. Erst nach und nach setzt sich die Erkenntnis durch, dass zum Beispiel ein Herzinfarkt bei einer Frau ganz andere Symptome hervorruft als bei einem Mann.

Hattest du auch schon den Eindruck, dass du als Frau aufgrund deines Geschlechts beim Arzt eine ungenügende Behandlung erfahren hast? Melde dich bei uns im Formular!

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