Publiziert

FlexitarierFrauen und Junge essen weniger Fleisch

Wie viele Schweizer outen sich als Fleischfans, wie viele sind Flexitarier? Eine Studie ist den Ernährungsgewohnheiten auf den Grund gegangen.

von
ced
Frauen und junge Schweizer ziehen die Gemüse- der Fleischabteilung vor.

Frauen und junge Schweizer ziehen die Gemüse- der Fleischabteilung vor.

Ernährungstrends gibt es zuhauf: Vegetarismus und Veganismus sind nur zwei Beispiele von vielen. Um sich auf die veränderten Essgewohnheiten einzustellen, erweitern Grossunternehmen ihr Speisesortiment zunehmend um fleischlose Alternativen. Doch sind die Trends wirklich im Vormarsch?

Um das herauszufinden, hat das Institut Marketagent.com 510 Personen aus der Deutschschweiz befragt. Laut der Studie bezeichnen sich zwei Drittel der Teilnehmer – allen Ernährungstrends zum Trotz – als Allesesser. Weitere 18 Prozent zählen sich zu den Flexitariern – sie konsumieren also eher selten Fleisch (siehe Box). Bei den Frauen und den Jungen unter 30 Jahren sind es sogar rund 24 Prozent – Tendenz steigend.

Immer mehr Flexitarier

Obwohl 74 Prozent der Befragten angeben, ihrem Ernährungstyp bis jetzt treu geblieben zu sein, sagen vor allem Frauen (14 Prozent) und unter 30-Jährige (20 Prozent), dass sie ihre Ernährungsgewohnheiten kürzlich geändert hätten – die meisten hin zu einem reduzierten Fleischkonsum. Rund die Hälfte jener, die umgesattelt haben, würde sich neu als Flexitarier bezeichnen. Damit wächst diese Ernährungsgruppe am schnellsten.

Weitere elf Prozent der Befragten outen sich als Fleischliebhaber – von ihnen hat jeder Zehnte seinen Fleischkonsum kürzlich gesteigert. Den Fleischessern gegenüber stehen drei Prozent Vegetarier oder Pescetarier sowie Veganer und Fruktarier, deren Anteil an der Bevölkerung aber unter einem Prozent liegt.

Hohes Gesundheitsbewusstsein bei Jungen

Unabhängig vom Geschlecht können sich rund 16 Prozent der Befragten vorstellen, ihre Ernährung in Zukunft zu ändern. Vor allem Flexitarier sagen, dass eine Ernährungsumstellung in Frage komme. Als Hauptgrund für eine mögliche Umstellung wird die Gesundheit genannt (55 Prozent). Auf den weiteren Plätzen folgen der Wunsch, Gewicht zu verlieren (40 Prozent) und die Sorge um das Wohl der Tiere (31 Prozent).

Bei den unter 30-Jährigen wird zusätzlich die Steigerung des Energielevels als Motivation genannt. Diese Bevölkerungsschicht hat auch ein überdurchschnittliches Gesundheitsbewusstsein: 61 Prozent würden ihre Ernährung bei gesundheitlichen Problemen sofort umstellen.

Ernährungstypen im Überblick:

-Flexitarier lehnen Fleisch nicht ab, konsumieren es aber nur sparsam.

-Pescetarier essen kein Fleisch, aber Fisch.

-Vegetarier essen weder Fleisch noch Fisch.

-Veganer essen keinerlei tierische Produkte.

-Fruktarier/Frutarier ernähren sich ausschliesslich von pflanzlichen Produkten, ohne Beschädigung der Pflanze selbst.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.